Jugend forscht auf der Hannover Messe 2008
Drei Preisträger von Jugend forscht zeigen ihre prämierten Projekte ab kommenden Montag auf der Hannover Messe 2008, der größten Industriemesse der Welt. Vom 21. bis 25. April sind ihre innovativen Entwicklungen am Stand des Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF) in Halle 2 zu bestaunen. Die ausgestellten Jugend forscht Arbeiten waren beim 42. Finale von Deutschlands bekanntestem Nachwuchswettbewerb im vergangenen Mai ausgezeichnet worden.
18.04.2008 Pressemeldung Stiftung Jugend forscht e.V.Kristin Völk (21) von der Technischen Universität München präsentiert einen selbstlernenden, zweibeinigen Roboter, den sie mithilfe eines CAD-Programms (Computer-aided-design) konstruierte. Die Komponenten fertigte sie selbst auf einer CNC-Fräse. Die Herausforderung bei ihrem ambitionierten Projekt bestand vor allem darin, den menschenähnlichen Roboter mit der Fähigkeit auszustatten, die Bewegungsabläufe beim Gehen eigenständig zu verbessern. Dafür nutzte die Jungforscherin ein künstliches Lernverfahren und übertrug so die menschliche Fähigkeit des Lernens auf den Roboter. Dieser benutzt nun Arme und Beine und hält sein Gleichgewicht – beinahe wie ein Mensch. Kristin Völk überzeugte die Jury beim Bundeswettbewerb im Mai 2007 und errang dort den 2. Preis im Fachgebiet Technik.
In Hannover vertreten sind auch Niclas Müller und Philipp Jäger vom PhysikClub Kassel. Auf der Messe stellen die 18-Jährigen einen selbst entwickelten Metallantrieb für ein Unterwasserboot vor. Für ihre Konstruktion verwendeten die Nachwuchsforscher Nitinol, eine Metalllegierung aus Nickel und Titan, die sich leicht verformen lässt. Beim Erhitzen kehrt sie in ihre ursprüngliche Form zurück. Dies funktioniert viele Millionen Mal, ohne dass das Material ermüdet. Das sogenannte Gedächtnismetall bildet auf diese Weise eine Art Muskel. Diese besondere Stoffeigenschaft nutzte das Forscherteam für seinen Antrieb, der den Muskelpaaren in Schwanzflossen von Fischen nachempfunden ist. Beim Jugend forscht Finale 2007 gewannen die Schüler den 5. Preis im Fachgebiet Technik.
In diesem Jahr findet das Jugend forscht Finale in Bremerhaven statt. Für den 43. Bundeswettbewerb vom 22. bis 25. Mai 2008 haben sich insgesamt 190 Jugendliche mit 111 herausragenden Arbeiten qualifizieren können. "Sie alle zeigen eindrucksvoll, dass wir in Deutschland über ein großes Potenzial an begabten, zielstrebigen und leistungsstarken jungen Wissenschaftlern und Erfindern verfügen", sagt Dr. Uta Krautkrämer-Wagner, Geschäftsführerin der Stiftung Jugend forscht e. V.
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