Jugend forscht Landessieger in Mecklenburg-Vorpommern stehen fest
Zwölf junge Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler aus Mecklenburg-Vorpommern haben sich für den 42. Bundeswettbewerb von Jugend forscht qualifiziert. Die Landessieger 2007 wurden gestern in einer Feierstunde von Ministerpräsident Dr. Harald Ringstorff in Schwerin ausgezeichnet. Die Jugendlichen werden ihre prämierten Projekte beim Jugend forscht Finale Ende Mai in Hamburg präsentieren. Insgesamt waren 88 Schülerinnen und Schüler mit 43 Forschungsarbeiten beim Landeswettbewerb angetreten, der von der WEMAG AG ausgerichtet wurde.
22.03.2007 Mecklenburg-Vorpommern Pressemeldung Stiftung Jugend forscht e.V.Mit ihrer Arbeit "Deos im TÜV" sicherten sich Ulrike Steffen, Felicitas Lammer und Carolin Pügge den Landessieg im Fachgebiet Biologie. Die 18-jährigen Schülerinnen der CJD Christophorusschule Rostock untersuchten Inhaltsstoffe von Deodorants auf ihre Wirkungsweise im menschlichen Körper. Auf diese Weise schlossen sie eine Informationslücke, da diese Daten bislang weder bei der Stiftung Warentest noch bei Ökotest verfügbar waren.
Die Nanotechnologie begeistert Niels Einecke (19), Björn Kruse (18) und Philipp Müller (18) vom Innerstädtischen Gymnasium in Rostock. In zweijähriger Forschungsarbeit entwickelten die drei Schüler ein experimentelles Verfahren zur Herstellung von Nanopartikeln in magnetischen Flüssigkeiten. Ihr Versuchsaufbau ist kostengünstig und eignet sich hervorragend für den Einsatz in der Schule. Das Projekt erhielt den ersten Preis im Fachgebiet Chemie.
Mit einer kostensparenden Verbesserung der Stadtplanung beschäftigten sich Tim Wieschalla, Christian Kuckuck und Christin Parschau vom Richard-Wossidlo-Gymnasium in Waren an der Müritz. Am Beispiel der Parkplatzinfrastruktur in ihrer Heimatstadt erprobten sie ein neues digitales Planungsverfahren. Dabei werden Luftbilder mit einem speziellen Computerprogramm ausgewertet. Aufwendige Vermessungsarbeiten sind so kaum noch erforderlich. Die 19-jährigen Schüler konnten sich über den Sieg im Fachgebiet Geo- und Raumwissenschaften freuen.
Labtops oder Beamer sind im Unterricht heute nicht mehr wegzudenken. Die Störanfälligkeit dieser Geräte spielt daher im Schulalltag eine immer größere Rolle, erkannten Felix Reißner, Christopher Karberg und Daniel Schmidt vom Richard-Wossidlo-Gymnasium in Waren an der Müritz. Häufig sind insbesondere die Kabel schadhaft, die die Geräte verbinden. Um diese Defekte schnell zu finden, entwickelten die 18-Jährigen ein spezielles Prüfgerät für den Einsatz in der Schule. Ihr Lohn war der Sieg im Fach Technik.
Nach den Landesentscheiden im März findet der 42. Bundeswettbewerb vom 17. bis 20. Mai 2007 in Hamburg statt. Das Finale wird gemeinsam ausgerichtet von der Stiftung Jugend forscht e. V. und der Beiersdorf AG.
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