Jugend forscht – mit Purpur und Opal zum Erfolg

Für den 43. Bundeswettbewerb von Jugend forscht haben sich 14 junge Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler aus Baden-Württemberg qualifiziert. Sie wurden am vergangenen Samstag in einer Feierstunde in Anwesenheit des baden-württembergischen Kultusministers Helmut Rau ausgezeichnet. Insgesamt nahmen 122 Jugendliche mit 57 Projekten am Landeswettbewerb teil, der von der Robert Bosch GmbH in Stuttgart ausgerichtet wurde.

17.03.2008 Baden-Württemberg Pressemeldung Stiftung Jugend forscht e.V.

Landessieger im Fachgebiet Arbeitswelt wurden Tobias Gutscher (17), Jörg Franke (19) und Fabian Durst (20) von der Robert Bosch GmbH in Stuttgart mit einer beleuchteten Rettungskettensäge. Bei Dunkelheit oder schlechten Sichtverhältnissen kann sie den Rettungskräften die Arbeit erleichtern. Celia Viermann (17) vom Englischen Institut Heidelberg überzeugte die Jury im Fachgebiet Biologie. Die Jungforscherin untersuchte die Wirkung eines gängigen Epilepsie-Medikaments auf die menschlichen Nervenzellen in Abhängigkeit von Dosierung und Anwendungszeit.

Mit der Herstellung von Purpur, dem teuersten Farbstoff der Welt, setzte sich Marcel Reimann (17) im Fachgebiet Chemie durch. Der Schüler der Gewerblichen Schule in Tübingen suchte dabei nach Optimierungsmöglichkeiten, um dieses Verfahren preiswerter zu gestalten. Thema des Siegerprojekts von Felix Brunner (18), Raphaela Baumann (18) und Johanna Kaltenbach (20) von der Georg-Kerschensteiner-Schule in Müllheim war die künstliche Herstellung des Minerals Opal. Sie sicherten sich den Landessieg im Fachgebiet Geo- und Raumwissenschaften. Christopher Becker vom Peter-Petersen-Gymnasium in Mannheim entwickelte ein Computerprogramm, mit dem sich die Wirksamkeit eines Antibiotikums ermitteln lässt. Zeitaufwendige und komplizierte Berechnungen werden so überflüssig. Der 15-Jährige siegte im Fach Mathematik/Informatik.

Den ersten Preis im Fach Physik errangen der Zivildienstleistende Richard Wolf (20) aus Villingen-Schwenningen und Andreas Meinel (19) von der Universität Konstanz. Sie analysierten das Verhalten von Flüssigkeitstropfen beim Auftreffen auf eine wasserabweisende Ruß-Oberfläche. Thomas Nesch (19) vom Mercedes-Benz Werk in Sindelfingen konstruierte einen Sensor, der frühzeitig einen Flüssigkeitsverlust bei Industrierobotern erkennt und so weiteren Schaden verhindert. Er war in Technik erfolgreich. Mit dem Preis für die beste interdisziplinäre Arbeit wurden Daniel Luib (16) und Daniel Schreiner (16) von der Lammerberg-Realschule Tailfingen in Albstadt ausgezeichnet. Die beiden entwickelten ein kostengünstiges und sicheres Verfahren zur Wiederaufbereitung von Ätzmittel.

Nach den Landeswettbewerben im März und April findet der 43. Bundeswettbewerb vom 22. bis 25. Mai 2008 in Bremerhaven statt. Das Finale wird gemeinsam ausgerichtet von der Stiftung Jugend forscht e. V. und dem diesjährigen Bundespaten, den Unternehmensverbänden im Lande Bremen e. V., der Landesvereinigung der bremischen Arbeitgeberverbände.

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