Jugend forscht Preisträger international erfolgreich wie nie

Die Jugend forscht Preisträger waren beim weltgrößten Nachwuchsforscherwettbewerb Intel International Science and Engineering Fair (ISEF) 2005 in Phoenix, Arizona so erfolgreich wie nie zuvor. Bei der Siegerehrung am vergangenen Freitag wurden die deutschen Teilnehmer Stephen Schulz, Mario Chemnitz und Gerold Grünauer mit neun Geldpreisen im Wert von rund 70.000 US-Dollar und drei Forschungsstipendien ausgezeichnet. Der Intel-Wettbewerb für Naturwissenschaften und Technik wird seit 1950 ausgetragen und ist mit Geldpreisen sowie Stipendien im Gesamtwert von drei Millionen US-Dollar dotiert. In diesem Jahr nahmen 1 447 Jugendliche aus 45 Ländern im Alter zwischen 13 und 20 Jahren teil.

17.05.2005 Pressemeldung Stiftung Jugend forscht e.V.

Stephen Schulz aus Gelsenkirchen, der im Fachgebiet Chemie antrat, war der erfolgreichste Vertreter der deutschen Delegation. Als einer der drei besten Teilnehmer wurde der 19-Jährige mit dem Grand Award ausgezeichnet. Er überzeugte die Jury mit einer effizienten Lösung, um gefährliche Radikale, die Körperzellen angreifen, unschädlich zu machen. Schulz erhielt allein sechs Geldpreise im Gesamtwert von 63.200 US-Dollar. Darüber hinaus gewann er ein Forschungspraktikum bei Agilent Technologies sowie Reisen zur nächsten Nobelpreisverleihung nach Stockholm und zum Science and Technology Contest nach Peking. "Dieser große Erfolg war für mich nicht vorstellbar", berichtete der Jungforscher direkt nach seiner Rückkehr aus Amerika. "Das ist alles wie ein Traum für mich. Als bei der Preisverleihung mein Name aufgerufen wurde, bekam ich weiche Knie."

Den 2. Platz im Fachgebiet Physik errang Mario Chemnitz aus Gräfenhainichen in Sachsen-Anhalt, der ein Analysegerät für Raumluft nach dem Prinzip der Gaschromatographie präsentierte. Dafür erhielt der 18-Jährige 1.500 US-Dollar. Er gewann zudem auch den mit 2.000 US-Dollar dotierten 2. Preis der American Association of Physics Teachers sowie einen Preis der Society of Exploration Geophysicists für 250 US-Dollar einschließlich einer Einladung nach Dallas, Texas. Chemnitz war bereits 2004 beim EU-Wettbewerb für Nachwuchsforscher siegreich gewesen.

Über den 4. Preis im Fachgebiet Mathematik durfte sich Gerold Grünauer aus Weiden freuen. Für diese Platzierung bekam der 18-jährige Gymnasiast 500 US-Dollar. Der Bayer war mit einem neuartigen Verfahren für digitale Unterschriften angetreten.

"Das sensationelle Abschneiden der drei Jugend forscht Vertreter beweist, dass die Bundesrepublik den Pisa-Ergebnissen zum Trotz über talentierte und leistungsstarke junge Wissenschaftler verfügt, die sich auch im internationalen Vergleich durchsetzen können", sagt Dr. Uta Krautkrämer-Wagner, Geschäftsführerin der Stiftung Jugend forscht e. V. Der 40. Bundeswettbewerb Jugend forscht findet vom 26. bis 29. Mai 2005 in der DASA in Dortmund statt.

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