Jugend forscht zu Land, zu Wasser und in der Luft
Zehn junge Nachwuchswissenschaftler werden Bremen beim diesjährigen Bundeswettbewerb von Jugend forscht vertreten. Sie überzeugten die Jury am Donnerstag im Landeswettbewerb, den die Stiftung Jugend forscht e. V. zusammen mit dem Patenunternehmen EADS SPACE Transportation ausrichtete. Die sieben siegreichen Projekte setzten sich gegen 91 junge Forscherinnen und Forscher durch, die insgesamt 47 Arbeiten präsentierten.
11.03.2005 Pressemeldung Stiftung Jugend forscht e.V.Ein praktisches Projekt stellte die 19-jährige Silke Lepschies vom Hermann-Böse-Gymnasium im Fachgebiet Arbeitswelt vor: Ihr intelligenter Patienten-Trage-Stuhl ähnelt einer gefederten, treppengängigen Sackkarre und ermöglicht einen kraftsparenden, aber dennoch sicheren Krankentransport durch nur eine Rettungskraft. Janina Braun (18) hat ein Wasserdruckmessgerät entwickelt, das auch Hobby-Schwimmern eine unproblematische Analyse der Handstellung beim Schwimmen erlaubt. Eine Druckmembran in der Handinnenfläche meldet jede noch so kleine Veränderung des Handgelenkwinkels an LED-Leuchten, die in eine Schwimmbrille integriert sind. Lohn für beide Forscherinnen: die Qualifikation zum Bundeswettbewerb.
Im Fachgebiet Physik errang das Team von Jascha Barckhan (18), Christian Hettich (19) und Henner Kropp (19) den Landessieg. Sie überprüften in umfangreichen Versuchsreihen die Tauglichkeit zweier Fluggeräte, die Leonardo da Vinci vor mehr als fünfhundert Jahren entwickelt hatte. Sieger im Bereich Biologie wurden Eckhard Spielmann-Emden (18) und Joy Backhaus (21) vom Alten Gymnasium. Sie entwickelten ein Versuchsmodell, das eine Übertragung typisch menschlicher Eigenschaften einer psychiatrischen Erkrankung auf Ratten erlaubt. Die so gewonnenen Erkenntnisse zur Verhaltensflexibilität können für die Pharmaforschung von Bedeutung sein.
Gleich zwei erste Plätze vergab die Jury im Fachgebiet Chemie: Björn Schniedewind (18) und der gleichaltrige Patrick Mania, beide Studenten an der Universität Bremen, stellten eine Apparatur zur automatisierten und mobilen Destillation von Lösungsmitteln vor. Stefan Bartlewski (21) beschäftigte sich mit der Entwicklung eines Koffers zur Trinkwasseranalyse, der alle erforderlichen Chemikalien in Kapselform enthält und deshalb flexibel vor Ort eingesetzt werden kann.
Der 40. Bundeswettbewerb Jugend forscht findet vom 26. bis 29. Mai 2005 in Dortmund statt. Ausrichter der Jubiläums-Runde sind die Stiftung Jugend forscht e. V. und die Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin (BAuA). Pressevertreter und Öffentlichkeit können sich während des viertägigen Finales umfassend über die Leistungen des deutschen Forschernachwuchses informieren.
Kontaktadresse:
Stiftung Jugend forscht e.V.
Baumwall 5
20459 Hamburg
Tel.: 040 / 374709 - 0
Fax : 040 / 374709 - 99
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