Jugend forscht – zu Lande, zu Wasser und in der Luft

Zehn Jugendliche vertreten Berlin beim 41. Bundeswettbewerb von Jugend forscht. Die jungen Wissenschaftler konnten sich heute beim Landesausscheid für das Finale von Deutschlands bekanntestem Nachwuchswettbewerb qualifizieren. Insgesamt waren 66 Teilnehmerinnen und Teilnehmer mit 34 Projekten in der Hauptstadt angetreten.

29.03.2006 Pressemeldung Stiftung Jugend forscht e.V.

Im Fachgebiet Biologie siegte Tine Kadow von der Leonard-Bernstein-Oberschule. Sie analysierte per Computer den Eintauchvorgang des Papageitauchers. Der Meeresvogel verfügt über eine optimale Fortbewegungstechnik sowohl in der Luft als auch auf und unter Wasser. Die Daten der 18-Jährigen sollen als Grundlage für die Konstruktion eines bionischen Fahrzeugs dienen, das über vergleichbare Fortbewegungseigenschaften verfügt.

Astrid Klein, Lisa Kersting und Shqipe Hajdini von der Menzel-Oberschule konnten die Jury im Fach Chemie überzeugen. Die 16-Jährigen entwickelten einen leuchtenden Tischtennisball, der es ermöglicht, den Sport auch noch in der Dämmerung zu betreiben. Für das Projekt "Orientierung aktiver Kerne relativ zu ihren Wirtgalaxien" wurde Timo Stein mit dem Landessieg in Geo- und Raumwissenschaften ausgezeichnet. Bei seiner Forschungsarbeit nutzte der 15-Jährige das Spiegelteleskop der Wilhelm-Forster-Sternwarte, mit dem er im Weltall insgesamt 60 Objekte beobachtete.

Eine Alternative zur Erzeugung von räumlichem Klang präsentierte Benjamin Bach (16) von der Hildegard-Wegscheider-Oberschule in Mathematik/Informatik. Sein System arbeitet nicht mit Tonspuren, sondern weist den einzelnen Tonquellen Positionen im Raum zu, aus denen dann mittels Computer ein räumlicher Sound errechnet wird. Ebenfalls in diesem Fach-gebiet erfolgreich war Michael Winkelmann von der Nelly-Sachs-Oberschule. Der 18-Jährige siegte mit einem interaktiven Raytracing-Verfahren, mit dem sich dreidimensionale Objekte schneller als bislang üblich in einer Computergrafik darstellen lassen.

Andrej Stepanchuk (20) und Asar Hage-Ali (19) von der Heinrich-Hertz-Oberschule wurden im Fachgebiet Physik für ihre Untersuchung des vermeintlich chaotischen Flugverhaltens von Papierblättern ausgezeichnet, das sie in Wasser simulierten. Mit der Erhöhung des Wirkungsgrades von Farbstoff-Solarzellen befassten sich Hagen Münkler (17) und Achill Rudolph (16) von der Humboldt-Oberschule. Ihre Überlegungen zu dieser alternativen Energiequelle brachte ihnen den Landessieg im Fach Technik.

Der 41. Bundeswettbewerb findet vom 18. bis 21. Mai 2006 in Freiburg statt – gemeinsam ausgerichtet von der Stiftung Jugend forscht e. V. und der Sick AG.

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