Realschullehrer

Jugendliche brauchen zukunftsorientierte MINT-Bildung an unseren Schulen

"Deutschland steuert auf eine riesige Fachkräftelücke im Bereich der sogenannten MINT-Berufe hin. Dabei kommt es darauf an, dass man sich nicht nur einseitig auf akademische Berufe und Karieren orientiert. Gerade die qualifizierten Fachkräfte, die ein berufliche Ausbildung durchlaufen, haben beste Zukunftschancen und werden mehr denn je in den international hervorragend aufgestellten Hochtechnologieunternehmen und im deutschen Handwerk benötigt", so der Bundesvorsitzende des Verbandes Deutscher Realschullehrer während der Vorstellung der gemeinsamen Thesen und Forderungen der Lehrerverbände.

11.12.2013 Pressemeldung Verband Reale Bildung

Auf dem ersten Nationalen MINT-Lehrerkongress der Bundesinitiative "MINT Zukunft schaffen" in Zusammenarbeit mit den vier im Deutschen Lehrerverband (DL) organisierten Lehrervertretungen an weiterführenden Schulen (BLBS, DPhV, VDR, vlw) beleuchteten die Teilnehmer die Gründe, warum mathematisch-naturwissenschaftlicher und technischer Unterricht an bundesdeutschen Schulen in vielen Fällen noch ein Schattendasein führt. In einer "Schieflagen-Analyse" stellten die Vertreter der Lehrkräfte fest, dass es vielen Jugendlichen schwer falle, Interesse und Verständnis für Technik und elementare Naturphänomene zu entwickeln. Zu den Ursachen gehörten unter anderem Prüfungsbestimmungen in einigen Ländern, mit deren Hilfe man mathematisch-naturwissenschaftlichen Anforderungen konsequent ausweichen könne, eine Vernachlässigung der Fachlichkeit und der Qualität in den naturwissenschaftlichen Kernfächern sowie die bestehende Unterfinanzierung der Schulen. Ferner wirke sich die geringe Zahl von MINT-Lehramtsstudierenden negativ aus, woraufhin entsprechende MINT-Fächer zunehmend fachfremd unterrichtet werden müssten.

Es sei paradox, stellte der Bundesvorsitzende des Deutschen Realschullehrerverbandes fest, dass einerseits die Qualifikationen in den MINT-Fächern eine hervorragende Basis für berufliche Qualifikationen und Karrieren böte, sich andererseits viele Schülerinnen und Schüler nicht für Mathematik, Technik oder Physik entschieden. MINT-Berufe eröffneten beste Perspektiven für den beruflichen und persönlichen Aufstieg. Böhm begrüßte die Zielsetzungen, mit denen der erste MINT-Lehrerkongress eine Wende zugunsten der MINT-Fächer einleiten will. Aus den zahlreichen Vorschlägen griff er die wichtigsten heraus: Bessere Information über die Durchlässigkeit der differenzierten Bildungssysteme durch Optimierung der Übergänge und Anschlüsse, die Vernetzung von MINT-Akteuren vor Ort, die Etablierung eines flächendeckenden MINT-Bildungsmonitors und ein flächendeckendes Informations- und Beratungsangebot. Mit zehn Thesen zur MINT-Bildung unterstützen die Lehrerverbände diese zukunftsweisende Debatte und möchte in Form eines Dialogkreises mit allen bildungspolitisch Betroffenen verstärkt ins Gespräch kommen.

Der Verband Deutscher Realschullehrer (VDR) – Verband der Lehrer und Lehrerinnen an Schulen im Sekundarbereich – ist der Dachverband der ca. 20.000 Mitglieder zählenden Lehrerverbände des Realschulwesens und verwandter Schulformen in den Bundesländern. Er setzt sich für die Förderung und Weiterentwicklung eines vielfältig organisierten Schulwesens in der Sekundarstufe I ein und widmet vor allem der bildungspolitischen Mitte, also den Mittleren Bildungsgängen und Perspektiven sowohl für den beruflichen Einstieg wie auch für studienorientierte Bildungsabschlüsse seine besondere Aufmerksamkeit. Der VDR ist Diskussionsplattform, Sprachrohr und Dienstleister für seine Landesverbände und ihre Mitglieder.

Ansprechpartner

Verband Reale Bildung

Schlagworte

Keine Kommentare vorhanden

Sie sind derzeit nicht angemeldet. Um Kommentare verfassen zu können, müssen Sie sich vorab bei uns registrieren. Alternativ können Sie sich über Ihren Facebook-Account anmelden.
Anmelden