Jugendliche sind weit besser als ihr Ruf

Der Bayerische Elternverband sieht die neue Wertekampagne des Kultusministeriums mit kritischer Distanz. Mit einer solchen Kampagne unterstelle das Ministerium völlig zu Unrecht einen Werteverfall bei Kindern und Jugendlichen. "Da ist das Kultusministerium den Boulevardmedien auf den Leim gegangen, die ständig über schreckliche Schüler berichten", sagte die Landesvorsitzende des Bayerischen Elternverbands Isabell Zacharias. "Kinder und Jugendliche haben aber durchaus Werte, und viele von ihnen engagieren sich längst ehrenamtlich. Dazu braucht man nur die Shell-Jugendstudie 2006 zu lesen."

22.06.2007 Bayern Pressemeldung Bayerischer Elternverband

Auch in den Schulen gebe es seit vielen Jahren Vereinbarungen zum Umgang miteinander und Streitschlichterprogramme, ebenso Präventionsprojekte wie "Faustlos" und "Klasse 2000", die die Sozialkompetenz stärken. Die sogenannten traditionellen Werte hätten zwar heute einen anderen Stellenwert als vor 50 Jahren, aber ein Wertewandel sei keineswegs mit einem Werteverfall gleichzusetzen. "Kinder sind heute selbstbewusster und kritischer als früher. Solche jungen Menschen braucht die Gesellschaft, selbst wenn sie vielleicht nicht wissen, dass man Fisch nicht mit dem Messer isst", sagte Zacharias.


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