Junge Wissenschaftler überzeugen mit innovativen Projekten

Für den 43. Bundeswettbewerb Jugend forscht haben sich 16 junge Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler aus Nordrhein-Westfalen qualifiziert. Die Landessieger 2008 wurden gestern in einer Feierstunde in Leverkusen ausgezeichnet. Insgesamt waren 86 Teilnehmer mit 43 Projekten beim diesjährigen Landeswettbewerb angetreten, der von der Bayer AG ausgerichtet wurde.

04.04.2008 Nordrhein-Westfalen Pressemeldung Stiftung Jugend forscht e.V.

Mit einem neuen Spezialwerkzeug für die Feuerwehr sicherten sich Marcel Hahmann (20) und Marc Wilke (21) vom staatlich anerkannten Berufskolleg Werkberufsschule der Currenta GmbH in Leverkusen den Sieg im Fachgebiet Arbeitswelt. Das selbst konstruierte Gerät ermöglicht es, unter Druck stehende Chemiefässer gefahrlos zu öffnen. Den 1. Preis in Biologie errangen Lisa Schowe (16) und Anja Massolle (16) vom Johann-Conrad-Schlaun-Gymnasium in Münster mit ihrer Arbeit zur sogenannten Chlorophyllfluoreszenz bei Pflanzen. Sie wollten wissen, ob diese als Indikator für das Maß von Pflanzenschädigungen dienen kann.

In Mathematik/Informatik suchte Heiko Burau (18) vom St. Michael Gymnasium in Bad Münstereifel nach neuen Anwendungsmöglichkeiten für Grafikkarten. Mit ihrer hohen Rechenleistung arbeiten sie viel schneller und präziser als herkömmliche Prozessoren. So gelang es dem Landessieger unter anderem, eine digitale Simulation der Quantenmechanik zu entwickeln. Um das aus Kohlenstoff bestehende Material Graphen geht es in der preisgekrönten Physik-Arbeit von Michael Schmitz (16), Luca Banszerus (16) und Tobias Kaufmann (15), die ebenfalls das St. Michael Gymnasium besuchen. Sie schafften es, diesen Stoff mit schulischen Mitteln herzustellen. Ebenfalls im Fachgebiet Physik siegte David Wittkowski (17) vom Heinrich-Heine-Gymnasium in Mettmann. In seiner Arbeit untersuchte er ein besonderes Phänomen im Strömungsverhalten rotierender Flüssigkeiten.

Im Fachgebiet Technik waren gleich zwei Projekte erfolgreich: Christopher Durand (16), Jassine Amraue (15) und Timo Hoffmans (16) vom Math.-Nat. Gymnasium in Mönchengladbach setzten sich zum Ziel, die Oberfläche eines komplexen Körpers mit einem Infrarotthermometer zu scannen und als Wärmebild darzustellen. Das Verfahren der Nachwuchsforscher liefert qualitativ hochwertige Bilder und ist zudem wesentlich preiswerter. Lukas Varnhorst (19) und Thorben Beckert (19) vom Carl-Fuhlrott-Gymnasium in Wuppertal präsentierten einen selbst konstruierten Planetariumsprojektor. Das Gerät überzeugt durch geringe Anschaffungskosten und eine sehr gute Qualität in der Darstellung von Sternen. Den Preis für die beste interdisziplinäre Arbeit erhielten Guido Falk von Rudorff (18) und Michael Thiel (19) vom Gymnasium Borghorst in Steinfurt. Mithilfe einer sich selbst ausrichtenden Antenne gelang es den beiden, die Reichweite von Funknetzwerken deutlich zu vergrößern.

Nach den Landeswettbewerben im März und April findet der 43. Bundeswettbewerb vom 22. bis 25. Mai 2008 in Bremerhaven statt. Das Finale wird gemeinsam ausgerichtet von der Stiftung Jugend forscht e. V. und den Unternehmensverbänden im Lande Bremen e. V. als diesjährigem Bundespaten.

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