Berlin

Kann ein Fußboden träumen?

Am 4. Juni startet ein besonderes Fortbildungsangebot für Lehrkräfte an Grund- und Gemeinschaftsschulen. Die Senatsverwaltung für Bildung, Wissenschaft und Forschung und die Karg-Stiftung aus Frankfurt/M. schulen 20 Lehrerinnen und Lehrer in der Methode "Philosophieren mit Kindern" und bilden diese als Multiplikatoren für die Berliner Schullandschaft aus.

02.06.2010 Pressemeldung Senatsverwaltung für Bildung, Wissenschaft und Forschung

Um die integrative Förderung Hochbegabter in den regulären Grundschulklassen kümmert sich seit einigen Jahren ein Netzwerk von Lehrkräften aus Grundschulen in den Berliner Bezirken. Im Erkennen und der Förderung durch die Karg-Stiftung geschult, widmen sich diese nun der konkreten Unterrichtsgestaltung. Das "Philosophieren mit Kindern" ist ein Novum im Rahmen der schulischen Begabtenförderung in Berlin. Bildungssenator Prof. Dr. E. Jürgen Zöllner unterstützt diese neue Fortbildung: "Damit erweitert Berlin seine Angebote im Rahmen der Begabtenförderung um einen weiteren wichtigen Baustein."

Die Lehrkräfte können das hierbei erlernte Methodenwissen unmittelbar in ihren Unterricht einbinden, etwa in Deutsch, Sachkunde oder in eigenen Stunden im "Philosophieren mit Kindern". Die Methode soll den Umgang mit dem Fragen - sowohl bei den Lehrern als auch bei den Schülern - in allen Fächern anregen und damit Kreativität und eine größere Offenheit im Umgang mit den Interessen und dem Wissenwollen der Kinder befördern. So können alle Schüler - Hochbegabte wie ihre Mitschülerinnen und Mitschüler - vom "Philosophieren" profitieren.

"Ich bin immer begeistert, wenn ich die Freude der Kinder an einem Denken jenseits aller Einschränkungen erfahre und ihre grenzenlose Kreativität offenbar wird", so Kristina Calvert, die die Lernmethode entwickelte und nun auch die Berliner Lehrkräfte schult. Die Lehrkraft fungiert als Stütze des Gesprächs, vermeidet aber Bewertungen und regt die Kinder an, ihre Thesen zu begründen und für die anderen nachvollziehbar zu machen. Gerade in Klassen mit Schülern aus unterschiedlichen Kulturen ist das eine spannende Aufgabe.

Das Fortbildungsangebot wird durch die finanzielle Unterstützung der Karg-Stiftung ermöglicht. "Es ist der Stiftung ein Anliegen, Hochbegabtenförderung integrativ umzusetzen. Denn es geht uns nicht um eine gesonderte Förderung weniger Auserwählter. Wir wollen möglichst viele Kinder mit besonderen Potentialen erreichen und sie in ihrem sozialen Umfeld fördern. Wir wollen hochbegabte Kinder und Jugendliche in ihrem und mit Ihrem Wissensdrang ernst nehmen und sie nicht nur da abholen, wo sie stehen, sondern dahin begleiten, wo sie hin wollen", so Dr. Ingmar Ahl, Vorstand Projekte der Karg-Stiftung.

Die Fortbildung erstreckt sich über den Zeitraum von Mai 2010 bis Oktober 2011. Interessierte Journalistinnen und Journalisten sind eingeladen, das Lehrerbildungsangebot kennenzulernen und mit den Lehrkräften herauszufinden, ob Pflanzen klug oder Steine glücklich sind.

Über die Karg-Stiftung: Sie engagiert sich für hochbegabte Kinder und Jugendliche seit 1989. Ihr Ziel ist die Sensibilisierung und Qualifizierung des Bildungssystems in der Förderung Hochbegabter. Die Schwerpunkte liegen dabei in der Entwicklung von Förder- und Beratungseinrichtungen und der Aus- und Weiterbildung von Pädagogen und Beratern. Darüber hinaus engagiert sich die Stiftung in der Begabungsforschung. Die Karg-Stiftung wurde von dem Unternehmer Hans-Georg Karg und seiner Frau Adelheid errichtet und ist die bundesweit größte in der Hochbegabtenförderung tätige Stiftung.

Kontakt:
Karg-Stiftung
Sabine Wedemeyer
Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
Lyoner Straße 15
60528 Frankfurt
Telefon: +49-(0)69-665 62-113
Fax: +49-(0)69-665 62-119


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