Kaum Elternrechte in Bayern

Die Mitwirkung der Eltern wird in Bayern immer mehr eingeschränkt. Die neue Schulordnung für Gymnasien (GSO), die auch als Vorlage für die Änderung aller anderen Schulordnungen dienen soll, zeigt deutlich, wohin es geht: zu weniger Mitwirkungsrechten für die Eltern.

23.10.2006 Bayern Pressemeldung Bayerischer Elternverband

Der Landesschulbeirat befasste sich mit der neuen GSO, die ab 1.8.2007 in Kraft treten soll. Nach der Sitzung sagte Isabell Zacharias, die Landesvorsitzende des Bayerischen Elternverbands: "Die Schulen werden selbstständiger, und das ist gut. Wenn aber jeder Schulleiter künftig nach Belieben entscheiden kann, wo er die Eltern mitreden lässt und wo nicht, sieht es für uns düster aus."

Die Absicht, den Paragrafendschungel zu lichten und weniger Vorschriften zu machen, sei grundsätzlich begrüßenswert, sagte Zacharias. Eine ohnehin schwache Gruppe wie die Eltern brauche aber die Unterstützung durch den Gesetzgeber, wenn sie ihre Kinder effektiv vertreten wolle. Trotz aller politischen Lippenbekenntnisse sei Mitsprache der Eltern offenbar nicht wirklich erwünscht. "Unsere Petition für eine gesetzliche Elternvertretung in Bayern wurde vor ein paar Monaten abgelehnt. Begründung: Die Eltern sind ausreichend durch die Verbände vertreten. Dass diese Vertretung nicht funktioniert, zeigte sich bei den Gesprächen über die neue GSO, an denen die Landeselternvereinigung der Gymnasien zwar teilnahm, bei denen sie nach eigener Aussage aber nichts bewirken konnte."


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