Baden-Württemberg

Kaum weniger Kinder in Grundschulförderklassen

Im Schuljahr 2013/2014 wurden nach Feststellung des Statistischen Landesamtes zum Stichtag 16. Oktober 2013 in Baden-Württemberg 3 718 vom Schulbesuch zurückgestellte Mädchen und Jungen im schulpflichtigen Alter in Grundschulförderklassen betreut. Dies sind 96 Kinder weniger (−2,5 Prozent) als im Schuljahr 2012/2013.

14.05.2014 Pressemeldung Statistisches Landesamt Baden-Württemberg

Die Grundschulförderklasse hat die Aufgabe, schulpflichtige und vom Schulbesuch zurückgestellte Kinder zur Grundschulfähigkeit zu führen. Durch gezielte Förderung und freies Spielen sollen sie in ihrer geistigen, seelischen und körperlichen Entwicklung so unterstützt werden, dass eine Aufnahme in die Grundschule möglich wird. Hierbei kommt dem sozialen Lernen innerhalb der Gruppe besondere Bedeutung zu.

Die Grundschulförderklassen werden an den Grundschulen geführt. Sie sind eng mit dem ersten Schuljahr verzahnt, um eine optimale Förderung der Kinder zu erreichen und sie gegebenenfalls unterjährig in die erste Klasse einzuschulen. Insgesamt wurden im Schuljahr 2013/2014 rund 90 000 Schulanfänger an Grundschulen (einschl. Grundschulen im Verbund mit einer Gemeinschaftsschule) eingeschult.

Im laufenden Schuljahr bestehen an 245 Schulstandorten Grundschulförderklassen mit insgesamt 284 Gruppen. Landesweit wurden je Gruppe im Durchschnitt 13 Kinder betreut. Die durchschnittliche Gruppengröße reichte von knapp 10 Kindern im Landkreis Freudenstadt sowie in den Stadtkreisen Ulm und Heilbronn bis zu 15 Kindern im Stadtkreis Baden-Baden (siehe Tabelle). Mit einem Anteil von rund 67 Prozent (2 500) waren Jungen in öffentlichen Grundschulförderklassen deutlich in der Überzahl gegenüber Mädchen. Knapp 20 Prozent (728) der betreuten Kinder hatten eine ausländische Staatsangehörigkeit.

Von den insgesamt 670 Personen des Lehr- und Erziehungspersonals, darunter nur 6 Prozent Männer (39), waren mehr als die Hälfte (59 Prozent) Lehrerinnen oder Lehrer, 34 Prozent Erzieherinnen oder Erzieher, knapp 5 Prozent Sozialpädagoginnen oder Sozialpädagogen und 2 Prozent hatten eine anderweitige Ausbildung.


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