Kein Jugendlicher darf ohne Abschluss bleiben
Die Landesregierung soll sich das Ziel setzen, dass bis 2011 kein Jugendlicher in Baden-Württemberg die Schule ohne Abschluss verlässt. Dies schlägt die Bildungsgewerkschaft GEW vor. "Auch wenn wir im Bundesvergleich gut abschneiden, darf kein Kind und kein Jugendlicher zurückbleiben. Mit einem Sofortprogramm für die Hauptschule hat die Landesregierung die Möglichkeit, die Chancen benachteiligter Jugendlicher schnell zu verbessern", sagte am Freitag (26.01.) in Stuttgart Rainer Dahlem, Landesvorsitzender der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW).
26.01.2007 Baden-Württemberg Pressemeldung GEW Baden-WürttembergDie GEW schlägt in ihrem Sofortprogramm für alle Hauptschüler/innen unter anderem die Einführung eines 10. Pflichtschuljahrs und die Einstellung neuer Lehrer/innen für individualisierte Förderprogramme vor. "Wir müssen aber nicht nur die Lernbedingungen in der Schule verbessern, sondern brauchen auch mehr Perspektiven. Nur noch ein kleiner Teil der Schülerinnen und Schüler mit Hauptschulabschluss hat heute eine Chance, als Auszubildender eingestellt zu werden", so Dahlem.
Weitere Informationen: www.gew-bw.de
- Philologenverband Baden-Württemberg für den Erhalt der Hauptschule im gegliederten Schulsystem
- Kultusminister Helmut Rau: "Die Einheitsschule ist keine Lösung"
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