Keine Stabilität bei den Anwahlen der Schularten in den 5. Klassen

Die diesjährigen Anwahlen der Eltern für die zukünftigen 5. Klassen haben sowohl zu einem weiteren drastischen Rückgang für die Sekundarschulen als auch zu einem weiteren Anstieg für das Gymnasium geführt.

05.03.2007 Bremen Pressemeldung GEW Bremen

Wenn Senator Willi Lemke "eine sehr zufriedenstellende Stabilität im Anwahlverhalten" feststellt, befindet er sich im Widerspruch zu den tatsächlichen Zahlen:
Nur noch 15,7 % oder absolut 699 der Eltern entschieden sich für die Sekundarschule. Das ist ein Rückgang von 2,6 % bzw. 95 absoluten Anmeldungen. Bei ihrer Einrichtung vor vier Jahren hielten noch 24,2 % der Eltern die Sekundarschule als den richtigen Platz für ihr Kind. Die einzige Stabilität der Sekundarschule ist ihr kontinuierliches Schrumpfen. Mittlerweile ist ihr Anteil niedriger als der der Hauptschule vor dem PISA-Test im Schuljahr 1999/2000, der damals 18,0 % betrug.

Gleichzeitig steigt der Anteil der Gymnasialanmeldungen stetig an: Aus 42,9 % im Jahr 2004 sind jetzt 51,5 % geworden.

Die Folge: Viele leistungsstärkere Schülerinnen und Schüler fehlen in der Gesamtschule. Die Sekundarschule muss weitgehend selbst auf Kinder im mittleren Leistungsspektrum verzichten. Das hat negativen Folgen für den Lernprozess aller Kinder. Zusätzlich erschwert die politische Vorgabe einer Aufspaltung der Sekundarschulklassen in mehreren Fächern die pädagogische Arbeit und sorgt für Unruhe in den Schulen.

Die GEW hat deshalb die Kandidatinnen und Kandidaten der Parteien zur Bürgerschaftswahl am Dienstag, den 20. März um 19.30 Uhr eingeladen, um gemeinsam mit betroffenen Lehrkräften und Eltern die Probleme der Sekundarschule und Forderungen aus den Schulen zu diskutieren.

Harry Eisenach,
Sprecher des GEW-Stadtverbandes Bremen
Anlagen: 2

Ansprechpartner

GEW Bremen

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