Klare Mehrheit für gegliedertes Schulwesen
"Das Motto des diesjährigen Philologentages – ´Gegliedertes Schulwesen: ja! Einheitsschule: nein!´ – ist durch die jüngste Forsa-Umfrage zur Schulstruktur in glänzender Weise bestätigt worden", betonte der Vorsitzende des Philologenverbandes Niedersachsen, Guillermo Spreckels.
03.12.2007 Niedersachsen Pressemeldung Philologenverband Niedersachsen (PhVN)Die im Auftrage des Deutschen Lehrerverbandes (DL) und des Deutschen Philologenverbandes (DPhV) durchgeführte repräsentative Umfrage liefere den Beweis, dass nur eine Minderheit der Befragten die Einführung einer Einheitsschule für richtig halte, 89% dagegen den Erhalt der Gymnasien in Deutschland befürworte. Im norddeutschen Raum seien diese Ergebnisse mit 91% sogar noch erheblich deutlicher als im bundesdeutschen Durchschnitt.
Die von den Bildungsideologen der SPD und Bündnis 90/Die Grünen massiv betriebene Einführung einer Zwangs-Einheitsschule werde damit als Propaganda einer Minderheit entlarvt, die nicht einmal bei den eigenen Parteianhängern Zustimmung finde. Der Versuch, mit einer gezielten Kampagne den Eindruck zu erwecken, als gäbe es für die Einführung einer Einheitsschule eine breite Massenbewegung in der Bevölkerung, falle wie ein Kartenhaus in sich zusammen.
Verbesserte Bildungschancen für alle, insbesondere für Kinder bildungsferner Eltern, ließen sich nach Auffassung der Wähler durch verbesserte schulische Rahmenbedingungen, Verkleinerung der Klassen und Verbesserung der Unterrichtsqualität erreichen, keineswegs jedoch durch eine gewaltsame Änderung der Schulstruktur.
"Das nach Schulformen gegliederte, begabungsgerechte Schulwesen bietet die beste Gewähr dafür, dass wir die erforderliche Weiterentwicklung unseres Bildungssystems erreichen. Die flächendeckende Einführung der Zwangs-Einheitsschule dagegen brächte uns eine wahre Bildungskatastrophe", so Spreckels abschließend.
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