"Kleinere Klassen bringen nichts"

(bikl) "Das ist die dümmste Investition, die wir machen können, einfach nur Geld da hinein zu stecken, Klassen zu verkleinern. Stattdessen müssen wir die Professionalität unserer Lehrer vorantreiben."

08.10.2006 Artikel
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Mit diesem Statement reagierte der Leiter der Internationalen Grundschul-Lese-Untersuchung IGLU, Professor Wilfried Bos, auf den Vorschlag, zu allererst müssten in Deutschland die Klassenfrequenzen verringert werden. Im Podium auf dem ersten Lehrerkongress während der Frankfurter Buchmesse diskutierten neben Bos die Vorsitzende des Bundesverbandes für Alphabetisierung, der hessische GEW-Vorsitzende und die hessische Kultusministerin darüber, wie sich funktionaler Analphabetismus für die Zukunft vermeiden lässt.

Bos erklärte, er habe für das Land Nordrhein Westfalen ausgerechnet, was es koste, die Klassenfrequenz von 26 auf 24 zu verringern: 700 Millionen Euro pro Jahr. Seine Rechenaufgabe zum Abschluss der Veranstaltung an Plenum und Podium: "Überlegen Sie sich einmal, wie viele Sonderlehrer Sie mit diesem Geld einstellen und wie viel Förderunterricht Sie anbieten könnten."


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