Saarland

Kleinere-Klassen-Garantie: Bildungsminister Ulrich Commerçon zieht positive Zwischenbilanz

Bildungsminister Ulrich Commerçon hat eine positive Zwischenbilanz bei der Verbesserung der Schüler-Lehrer-Relation an den saarländischen Schulen gezogen. "Mit der geänderten Klassenbildungsverordnung an Grundschulen, zusätzlichen Förderstunden und dem Absenken des Klassenteilers setzen wir die Vorgaben des Koalitionsvertrages konsequent um und sorgen für eine nachhaltige Verbesserung der Förderung unserer Schülerinnen und Schüler", so Commerçon.

24.04.2014 Pressemeldung Ministerium für Bildung und Kultur Saarland

Die Landesregierung verfolge das Ziel, an den Grundschulen schrittweise eine Klassengröße von maximal 22 Kindern anzustreben. Derzeit betrage die durchschnittliche Klassengröße an den Grundschulen 20,6 Schülerinnen und Schüler. Commerçon: "Zusätzlich werden Schulen mit größeren Klassen durch die Gewährung von weiteren Lehrerstunden bei der individuellen Förderung ihrer Schülerinnen und Schüler unterstützt."

Für jede Klasse 1 erhalten belastete Schulen jeweils fünf bis sechs Stunden zusätzlichen Förderunterricht. An den Grundschulen wurden in diesem Schuljahr erstmals Klassenstufen mit durchschnittlich mehr als 23 Schülerinnen und Schüler bis zu zehn weitere Lehrerwochenstunden (LWS) zur Verbesserung der Schüler-Lehrer-Relation zugewiesen. Dabei gilt folgende Staffelung: Klassenstufen mit durchschnittlich

  • mehr als 23 Schülerinnen und Schülern erhalten eine weitere LWS,
  • mehr als 24 Schülerinnen und Schülern zwei weitere LWS,
  • mehr als 25 Schülerinnen und Schülern drei weitere LWS,
  • mehr als 26 Schülerinnen und Schülern vier weitere LWS,
  • mehr als 27 Schülerinnen und Schülern zehn weitere LWS.

Die zum Schuljahresbeginn erfolgte Änderung der Klassenbildungsverordnung ermöglicht nach Angaben des Bildungsministers "eine deutliche Verbesserung" an den Grundschulen. Diese können nun zusätzliche Klassen einrichten, wenn es im Jahrgang durchschnittlich mindestens 20 Kinder pro Klasse gibt. "Nach dem gültigen Klassenteiler 29 wären beispielsweise zuvor aus 80 Kindern nur drei Klassen mit 26 bis 27 Kindern pro Klasse gebildet worden. Nun können vier Klassen à 20 Kinder gebildet werden", so Commerçon.

Auch an den weiterführenden Schulen sieht der Bildungsminister deutliche Fortschritte: "Mit der Absenkung des Klassenteilers von zuvor teilweise 33 auf 29 in allen Klassenstufen setzen wir auch hier die Vorgaben des Koalitionsvertrages um." Die durchschnittliche Klassengröße an den Gymnasien liegt derzeit bei 25,2 Schülerinnen und Schülern je Klasse, an den Gemeinschaftsschulen bei 23,7 Schülerinnen und Schülern. Diese erhalten für größere Klassen bis zu vier zusätzliche Förderstunden. In Klassen mit

  • mehr als 25 Schülerinnen und Schülern ist dies eine zusätzliche LWS pro Klasse,
  • mehr als 26 Schülerinnen und Schülern zwei zusätzliche LWS pro Klasse,
  • mehr als 27 Schülerinnen und Schülern drei zusätzliche LWS pro Klasse,
  • mehr als 28 Schülerinnen und Schülern vier zusätzliche LWS pro Klasse.

Zur Entwicklung ihres pädagogischen Konzeptes werden den im Aufbau befindlichen Gemeinschaftsschulen sechs Deputatstunden pro Schule zugewiesen. Im Rahmen der Umsetzung des Modellversuchs "Fördern statt Sitzenbleiben" sollen auch den Gymnasien zusätzliche Förderstunden zur Verfügung gestellt werden.


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