Abiturprüfung

KMK verabschiedet einheitliche Prüfungsordnung für internationales Abitur

Für das Abitur an 90 Deutschen Schulen in über 80 Ländern gelten ab sofort gleiche Regularien. Die Kultusministerkonferenz (KMK) hat eine neue Prüfungsordnung für das Deutsche Internationale Abitur an den Deutschen Schulen im Ausland verabschiedet.

18.06.2015 Pressemeldung Sekretariat der Kultusministerkonferenz
  • © bikl.de

Die Deutschen Schulen in der ganzen Welt werden künftig alle Schülerinnen und Schüler mithilfe von zeitgemäßen und wettbewerbsfähigen Prüfungselementen auf Studium und Beruf vorbereiten. Maximal die Hälfte des Unterrichts sowie der Prüfung können auf Englisch oder in der Sprache des Landes stattfinden, in dem die Deutsche Schule sitzt. Die neue Prüfungsordnung ermöglicht ebenfalls, dass Fächer und Prüfungen des Sitzlandes im deutschen Abitur berücksichtigt werden können. Voraussetzung dafür sind entsprechende Vereinbarungen mit dem Partnerland. In diesem Fall wird auch die inhaltliche Verantwortung in die Hände des Partnerlandes gegeben.

Das deutsche Abitur ist international ein Erfolg

"Mit dieser Stärkung der Stellung nicht-deutschsprachiger und bilingualer Fächer und mit der Möglichkeit, Fächer und Prüfungen des Sitzlandes in die deutsche Prüfung zu integrieren, fördert die KMK die interkulturelle Begegnung und den Austausch mit anderen Bildungssystemen und Bildungstraditionen. Die Deutschen Schulen im Ausland stehen damit an der Spitze der Internationalisierung deutscher Abschlüsse und der Entwicklung des Schulwesens über die nationalen Grenzen hinweg", sagte der Generalsekretär der KMK, Udo Michallik.

Hintergrund

Die Länder fördern Deutsche Schulen im Ausland durch die Freistellung von bis zu 2000 Lehrkräften und die Vergabe von deutschen Abschlüssen. Sie sichern Unterricht und Prüfungen nach den bundesweit gültigen deutschen Bildungsstandards und unterstützen die Schulen bei der Internationalisierung im weltweiten Bildungsumfeld. Die Kultusministerkonferenz berät gemeinsam mit dem Auswärtigen Amt und der Zentralstelle für das Auslandsschulwesen (ZfA) Deutsche Schulen im Ausland. Rund 2500 Abiturientinnen und Abiturienten machen jährlich ihr Abitur im Ausland. Der Notendurchschnitt liegt bei 2,4.

Deutsche Schulen im Ausland haben eine lange Tradition. Älteste Deutsche Schule im Ausland ist die Deutsche Schule Sankt Petri in Kopenhagen, die bereits 1575 gegründet wurde. Zu den jüngsten Deutschen Schulen zählt die Deutsche Internationale Schule Zagreb, an der erst seit diesem Jahr Abiturprüfungen abgelegt werden.


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