Bayern

Knabenrealschule Murnau verbessert Unterrichtsangebot im Landkreis Garmisch-Partenkirchen deutlich

Das Bayerische Kultusministerium hat zum Schuljahr 2011/2012 die Errichtung einer zweizügigen Knabenrealschule in Murnau genehmigt. Den Antrag dazu hatte der Landkreis Garmisch-Partenkirchen gemeinsam mit der Stadt Murnau gestellt. Die Gründung der Schule erfolgte im Rahmen der Kooperation von Mittelschule und Realschule. Das Kultusministerium stellt zu dem Vorgehen fest:

28.03.2012 Pressemeldung Bayerischer Elternverband
  1. Mit der neuen Realschule wird das Bildungsangebot in diesem oberbayerischen Landkreis stark erweitert. Schüler, die bisher zum Besuch einer Realschule in die Kreisstadt Garmisch-Partenkirchen fahren mussten, können nun vor Ort ihre Schulausbildung durchlaufen.
  2. Bei der Errichtung neuer Schulen gelten bayernweit folgende Grundsätze. Diese beinhalten: - dass eine bestimmte Schülerzahl langfristig gewährleistet sein muss. Üblicherweise muss die Schülerzahl für einen dreizügigen Schulbetrieb gesichert sein, d. h. es müssen drei Parallelklassen gebildet werden können. Im Rahmen des Kooperationsmodells Mittelschule-Realschule kann diese Mindestzahl unterschritten werden. Hier sind nur zwei Parallelklassen erforderlich. - dass bestehende Schuleinrichtungen der gleichen Schulart nicht nachhaltig beeinträchtigt oder gar gefährdet werden dürfen. In Schlehdorf, in der Nähe von Murnau, betreibt die Erzdiözese München-Freising eine Mädchenrealschule. In dieser werden derzeit knapp 400 Schülerinnen in jeweils zwei Parallelklassen über alle Jahrgangsstufen hinweg unterrichtet. Um die Realschule Schlehdorf nicht im Bestand zu gefährden, wurde deshalb die Größe der neu errichteten Realschule in Murnau auf zwei Parallelklassen hin ausgelegt. Da Schlehdorf das Bildungsangebot nicht koedukativ gestaltet, wurde die Realschule Murnau als Knabenrealschule konzipiert. Eine dreizügige koedukative Realschule in Murnau hätte nach den gültigen Grundsätzen nicht gegründet werden können.
  3. Jüngste empirische Ergebnisse der Bildungsforschung haben deutlich gemacht, dass eine nach Geschlechtern getrennte Förderung in einzelnen Fächer je nach Schülerin bzw. Schüler bessere Erfolge erzielen kann als eine koedukative. Aspekte der Gendergerechtigkeit dürfen deshalb in einer Diskussion über Bildungschancen nicht übersehen werden. Die koedukative Bildung ist heute Regelform der schulischen Bildung. Sie ist aber nicht die einzig praktizierte Form. In Bayern gibt es derzeit über 100 Realschulen und Gymnasien, in denen nach Geschlechtern getrennt unterrichtet wird.

Schlagworte

Keine Kommentare vorhanden

Sie sind derzeit nicht angemeldet. Um Kommentare verfassen zu können, müssen Sie sich vorab bei uns registrieren. Alternativ können Sie sich über Ihren Facebook-Account anmelden.
Anmelden