Kulturrat: PISA hat sich zum Fetisch der Bildungspolitik entwickelt

(bikl.de) Der Deutscher Kulturrat, der Spitzenverband der Bundeskulturverbände, hat jetzt davor gewarnt, Bildung lediglich auf die PISA-Fächer zu verkürzen.

05.12.2007 Artikel

Bildung sei mehr als in diesen Studien untersucht werde, heißt es in einer Erklärung des Verbands. Gerade den Fächern aus dem Bereich der kulturellen Bildung wie bildende Kunst, darstellendes Spiel und Musik müsse eine zentrale Bedeutung in der Schule beigemessen werden. Diese Fächer ermöglichten allen Kindern und Jugendlichen – auch denen aus bildungsfernen Schichten – den Zugang zu Kunst und Kultur. Dieses gelte gleichermaßen für den Tanz.

"PISA hat sich zum Fetisch der Bildungspolitik in Deutschland entwickelt. Fächer, die nicht in internationalen Bildungsstudien abgeprüft werden, haben immer mehr das Nachsehen und erscheinen teilweise als entbehrlicher Luxus. Dieser Einstellung muss entgegen getreten werden. Bildung ist mehr als abfragbares Wissen. Ohne die künstlerischen Fächer kann Bildung nicht funktionieren", kommentierte der Geschäftsführer des Deutschen Kulturrates, Olaf Zimmermann.


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