Bayern

Kultusminister Dr. Ludwig Spaenle erteilt Udes Wünschen eine klare Absage, eine Einheitsschule mit dem Label "Gemeinschaftsschule" einzuführen

"Die von Münchens OB Ude favorisierte Einheitsschule wird es in Bayern nicht geben", reagierte Kultusminister Dr. Ludwig Spaenle auf Aussagen des SPD-Politikers heute im Münchner Presseclub. Die Elternbeteiligung an der Gestaltung des Schulwesens vor Ort sehr wohl - nämlich in den Bildungsregionen, die Kultusminister Spaenle diese Woche angekündigt hat.

20.01.2012 Pressemeldung Bayerisches Staatsministerium für Unterricht und Kultus

Sog. "Gemeinschaftsschule" führt in pädagogische Vergangenheit

Die sog. "Gemeinschaftsschule" stellt für Kultusminister Spaenle einen Schritt in die pädagogische Vergangenheit dar, einen Schritt in die Zeit der Gesamtschule. "Diese hat in der Bildungsgeschichte versagt: leistungsstarke Schülerinnen und Schüler wurden nicht genug gefordert, leistungsschwächere nicht genügend gestärkt", so Minister Spaenle.

"Das differenzierte bayerische Schulwesen dagegen bietet durch die vielfältigen Angebote für die Schülerinnen und Schüler mit ihren unterschiedlichen Begabungen und Interessen optimale Bedingungen, sich Wissen anzueignen und Kompetenzen zu erwerben", so der Kultusminister. Auf die Grundschule folgten in Bayern Mittel-, Wirtschafts-, Realschule und Gymnasiums auf. Und nach dem mittleren Abschluss können die jungen Menschen in Bayern z.B. ihren Weg auch über die Berufliche Oberschule zur Hochschulreife gehen.

"Herr Ude, verlassen Sie den erwiesenen Holzweg der Einheitsschule und nehmen Sie das Votum der Eltern in anderen Bundesländern wie in Hamburg zugunsten eines mehrgliedrigen Schulwesens ernst", so Minister Spaenle.

Minister Spaenle: Bayern gestaltet mit den Schulfamilien und Kommunen die Bildungsregionen

"In Bayern werden künftig alle am Bildungsprozess beteiligten Personen und Einrichtungen in Bildungsregionen passgenaue Bildungswege für junge Menschen gestalten", so Minister Spaenle. Diese entstehen auf der Grundlage der vorhandenen Modelle und der vielfältigen Möglichkeiten von Schulkooperationen, etwa von Mittel- und Realschule oder Mittel- und Wirtschaftsschule. "Wir werden den Weg, das bewährte und leistungsstarke differenzierte Schulwesen im Freistaat noch durchlässiger zu gestalten, fortsetzen und dabei mit den Beteiligten in den Regionen entsprechende Lösungen entwickeln. Eine Strukturdebatte hilft den Kindern und Jugendlichen wenig, sie benötigen guten Unterricht, eine gute Schule und eine vielfältige Vernetzung", so der Minister abschließend.


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