Kultusminister entscheidet nicht über die Schließung einzelner Schulen in Magdeburg

Kultusminister Prof. Dr. Jan-Hendrik Olbertz äußerte sich heute zu den in der Volksstimme vom Samstag getroffenen Aussagen, wonach das Ministerium eine Veränderung bei den Klassengrößen plane bzw. bestimmte Schulstandorte in der Landeshauptstadt Magdeburg bereits gesichert seien.

22.01.2007 Sachsen-Anhalt Pressemeldung Kultusministerium des Landes Sachsen-Anhalt

Das Ministerium plane keineswegs eine Anhebung der Klassengrößen von 20 auf durchschnittlich 27 Schüler pro Schulklasse. Es habe lediglich darauf aufmerksam gemacht, dass eine Sekundarschule mit 40 Schülern pro Jahrgang keine Idealgröße sei, sondern bereits deutliche Zugeständnisse an dünn besiedelte Regionen darstelle.

In dem Gespräch mit Herrn Oberbürgermeister Dr. Trümper sei lediglich deutlich gemacht worden, dass eine pauschale Ausnahmegenehmigung für alle Sekundarschulen in einer Großstadt nicht angehe. Es wurde vereinbart, dass die Stadt ihre Schulentwicklungsplanung ggf. einschließlich der Einzugsbereiche überarbeite, so dass ein Netz von bestandsfähigen Schulen entstehe. Nur für diese könnten im übrigen Schulbaufördermittel beantragt werden. Sollten daneben in einem oder zwei Fällen Probleme auftauchen, werde man eine Einzelfallprüfung vornehmen.

Die Stadt Magdeburg verfügt über einen vom Landesverwaltungsamt bestätigten Schulentwicklungsplan. Die Schulentwicklungsplanung muss den aktuellen Entwicklungen angepasst werden. Dieser Aufgabe stellt sich die Stadt Magdeburg in der aktuellen Debatte zur Entwicklung ihrer Schullandschaft.

„Das Land entscheidet nicht über den Bestand einzelner Schulen. Die Ausgestaltung des Schulnetzes ist und bleibt Sache der Kreise und kreisfreien Städte“, so der Minister.


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