Kultusminister Goebel bei Ostthüringer Bildungs- und Erziehungstag:

Am morgigen Samstag wird Thüringens Kultusminister Prof. Dr. Jens Goebel (CDU) am Ostthüringer Bildungs- und Erziehungstag der GEW teilnehmen und zum Thema "Die Gesellschaft muss Gesamtverantwortung für Bildung und Erziehung tragen" sprechen. Zeit: Samstag, 19. November 2005, 9.30 Uhr, Ort: Gera, Zabel-Gymnasium.

18.11.2005 Thüringen Pressemeldung Thüringer Kultusministerium

Minister Goebel sagte im Vorfeld: "Bildung ist die Voraussetzung jeglichen Handelns in der Gemeinschaft, Voraussetzung für Teilhabe und für Chancengleichheit in der Gesellschaft. Bildung als Prozess bedeutet mehr als nur Lernen und materiell betrachtet natürlich mehr ist als Wissen. Zur Verantwortung gehören Wissen und Gewissen. Jedem müssen unabhängig von sozialen Kriterien qualitativ die gleichen Bildungswege offen stehen. Die Stärkeren sind ebenso zu fördern wie die Schwächeren. Differenzierungen sind erlaubt und erwünscht. Denn auch den Schwächeren hilft es, wenn die Stärkeren ihre Fähigkeiten zum Wohl aller in die Gesellschaft mit einbringen - etwa dadurch, dass sie im Berufsleben mehr zum Bruttosozialprodukt beitragen als andere, was dann aber mittelbar allen zugute kommt. Befähigungen der Menschen aufzunehmen, entwickeln zu helfen mit dem Ziel einer eigenverantwortlichen Teilhabe an der Gesellschaft. Selbstverantwortung soll aktiviert werden - sowohl bei den Stärkeren wie bei den Schwächeren.

Das Entwicklungsvorhaben "Eigenverantwortliche Schule" ist - wie Sie wissen - für uns in Thüringen das zentrale schulpolitische Anliegen dieser Legislaturperiode. Mehr Eigenverantwortung mit der Chance zur Profilbildung, das ist das ein probates Mittel, um guten Unterricht, um gute Schule zu gestalten. Es wird immer gute und es wird immer auch mittelmäßige oder schlechtere Schulen geben. Doch auch hier gilt wie beim Qualitätsmanagement in der freien Wirtschaft das Prinzip des Benchmarking: Orientierung am Besten im Sinne von Motivation und Impulswirkung."


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