Kultusminister Mannsfeld: Sachsen erfüllt bereits weitgehend die Forderungen der aktuellen OECD-Lehrerstudie

"Zentrale Forderungen der jüngsten OECD-Lehrerstudie sind im Freistaat Sachsen bereits erfüllt: Wir haben die Fortbildungspflicht der Lehrerinnen und Lehrer gesetzlich verankert; die Schulleiter erarbeiten Personalentwicklungs- und Fortbildungskonzepte für ihr Kollegium; mit den Zentren für Lehren und Lernen an den Universitäten Leipzig und Dresden wird die Lehrerausbildung modernisiert und vor allem praxisnäher werden; und mit der Sächsischen Evaluationsagentur sind wir bundesweit Vorreiter in Sachen externer Evaluation und dadurch angeleiteter qualitativer Weiterentwicklung der Schulen!" So kommentiert der sächsische Staatsminister für Kultus, Prof. Dr. Karl Mannsfeld, den heute veröffentlichten "Länderbericht Deutschland" der im Auftrag der OECD erstellten internationalen Lehrerstudie.

22.09.2004 Sachsen Pressemeldung Sächsisches Staatsministerium für Kultus

Der von der OECD veranlasste international vergleichende Abschlussbericht der Studie "Attracting, Developing and Retaining Effective Teachers", an der sich 25 Länder beteiligt haben, wird für Mitte November erwartet. Der heute veröffentlichte "Länderbericht Deutschland" basiert zum einen auf statistischen und weiteren empirisch erhobenen Materialien zu Stand und Status der Lehrer in Deutschland; ergänzend flossen in die Studie jene Eindrücke ein, die ein OECD-Expertenteam im September letzten Jahres bei Besuchen in den vier Ländern Baden-Württemberg, Brandenburg, Hamburg und Nordrhein-Westfalen gesammelt hat. Sie waren von der Kultusministerkonferenz für die Teilnahme ausgewählt worden.

"Auch was die in der Studie geforderten Freiräume für den einzelnen Lehrer und die einzelne Schule betrifft, haben wir in Sachsen Wesentliches auf den Weg gebracht: Die neuen Lehrpläne bieten deutlich größere Freiräume sowohl für die Lehrerinnen und Lehrer als auch für die einzelne Schule, die damit ihr spezifisches Profil entwickeln kann. Mit unserem geplanten Modellversuch der Kommunalisierung der Lehrer in zwei Landkreisen oder kreisfreien Städten gehen wir sogar noch einen bedeutenden Schritt weiter", so Mannsfeld.

Der Minister: "Dass wir in Sachsen trotz der angespannten Haushaltslage in den letzten Jahren immer einen Korridor für Neueinstellungen von jungen Lehrerinnen und Lehrern offen gehalten haben, ist ein Beitrag gegen die drohende Überalterung der Lehrerschaft, die in der Studie ebenfalls angesprochen ist." Im Freistaat liegt das durchschnittliche Alter der Lehrerinnen und Lehrer derzeit bei 46,9 Jahren, der Bundesschnitt beträgt 47,5 Jahre.


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