Kultusminister Olbertz stellt Grundzüge der Lehrplanreform an Sekundarschulen vor

Heute stellte Kultusminister Prof. Dr. Jan-Hendrik Olbertz das Konzept zur Lehrplanentwicklung für Sekundarschulen vor. Die Auftaktveranstaltung für die Lehrplanarbeit der nächsten Monate fand im Landesinstitut für Lehrerfortbildung, Lehrerweiterbildung und Unterrichtsforschung Sachsen-Anhalt (LISA) statt.

24.09.2007 Sachsen-Anhalt Pressemeldung Kultusministerium des Landes Sachsen-Anhalt

In einem Grundsatzreferat erläuterte Minister Olbertz die Rahmenbedingungen für die Entwicklung des Lehrplans und zukünftige Schwerpunkte des Unterrichts an Sekundarschulen.

"Grundlegender Wissens- bzw. Kompetenzerwerb und die Entwicklung der Lernfähigkeit sind zentrale Ziele des Unterrichts in allen Fächern. Aufbauend auf vorhandene Fähigkeiten aus der Grundschule müssen Arbeitsmethoden und Lernstrategien entwickelt, geübt und angewendet werden", so Olbertz.

Deshalb halte er es für grundlegend, im neuen Lehrplan "Mut zur Begrenzung" zu zeigen. Im Mittelpunkt soll die Vermittlung von Allgemeinwissen und elementaren Schlüsselkompetenzen stehen, an denen lange genug verweilt wird und die Gegenstand regelmäßiger Wiederholung, Übung und Festigung sind.

Das Fundament des Lehrplanwerks zeichnet sich durch Relevanz, Beispielhaftigkeit und Übersichtlichkeit aus und soll die Erlebniswelt der Schülerin und des Schülers berücksichtigen.

Die Schülerinnen und Schüler müssen ihr Wissen in der Praxis anwenden können und damit die Bestätigung für die Notwendigkeit des Lernens erhalten. Mit den Schülerpraktika im Schuljahr 9 in den Unternehmen der Region können die Schülerinnen und Schüler erste Erfahrungen in der praktischen Umsetzung des Erlernten machen.

"Wir müssen durch die Konzentration auf Kerninhalte den Schülerinnen und Schülern Möglichkeiten zur erfolgreichen Anwendung des Schulstoffs bieten. Die Schule soll Erfolge ermöglichen und damit Spaß am Lernen vermitteln, die Neugier der Schülerinnen und Schüler gilt es immer wieder aufs Neue zu wecken", stellte der Minister in seinem Ausblick auf die bevorstehende Lehrplanerneuerung fest.

Die Tagung wurde mit einem Inputreferat von Helmut Klein, vom Institut der Deutschen Wirtschaft Köln fortgesetzt, dem folgte ein Beitrag von Dr. Volker Richter vom LISA zur Umsetzung der neuen Lehrpläne. Am Nachmittag diskutierten die Experten in Fachgruppen einzelne Teilgebiete der neuen Lehrplanstruktur.


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