Kultusminister Olbertz zu Schuluniformen
Sachsen-Anhalts Kultusminister Prof. Dr. Jan-Hendrik Olbertz sagte heute zum Vorschlag von Bundesjustizministerin Brigitte Zypries, einheitliche Schulkleidung zur Konfliktvermeidung einzuführen: "Es gibt durchaus gute Gründe für die Einführung von Schuluniformen, sofern sie nicht von oben verordnet, sondern von den Schulen selbst gewollt werden."
08.05.2006 Sachsen-Anhalt Pressemeldung Kultusministerium des Landes Sachsen-AnhaltZu diesen guten Gründen zähle er die Stärkung der Identifikation mit der Schule und des inneren Zusammenhalts der Schülerschaft. Auch könnten Schuluniformen zur Vermeidung eines übermäßigen Markenkults hilfreich sein, der oft zu sozialer Abgrenzung führe.
Ein so substantielles Gesellschaftsproblem wie die mangelnde Integration von Kindern mit Migrationshintergrund, das seine Ursache gar nicht primär in den Schulen habe, könne mit der Einführung von Schuluniformen jedoch nicht gelöst werden. "Dieses ungelöste Integrationsproblem lässt sich nicht einfach verkleiden", so Olbertz.
In Sachsen-Anhalt ist es Sache der Gesamtkonferenzen, über die Einführung von Schuluniformen zu entscheiden. "Wichtig ist mir aber, dass die Schülerinnen und Schüler hierbei aktiv mitwirken können." Unter dieser Voraussetzung stehe er, so Minister Olbertz, entsprechenden Initiativen aufgeschlossen gegenüber.
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