Spaenle:

Kultusminister Spaenle: Die Unterrichtsversorgung an Grund- und Mittelschulen ist zum Schuljahresbeginn auf Niveau des Vorjahres gesichert - Müttern und Vätern mit kleinen Kindern Stelle in Heimatnähe angeboten

"Die Unterrichtsversorgung an Grund- und Mittelschulen ist in Bayern zum Schuljahr 2012/2013 auf dem Niveau des Vorjahres gesichert", so Bayerns Kultusminister Dr. Ludwig Spaenle.

10.08.2012 Pressemeldung Bayerisches Staatsministerium für Unterricht und Kultus

Der Minister bedankte sich ausdrücklich für die vielfältigen und weithin konstruktiven Hinweise und die Unterstützung bei dem Prozess der Zuweisung der Lehrerwochenstunden. "Auch angesichts der sich positiv entwickelnden Schülerzahlen an den Mittelschulen wird das Niveau der Unterrichtsversorgung des Vorjahres erreicht. Wir können so die Qualität der Bildung unserer jungen Menschen an den Mittelschulen sicherstellen", ergänzte er. Dies sei angesichts der Ziele, möglichst viele Standorte vor Ort zu erhalten und die Qualität gleichzeitig zu sichern, eine wichtige Aufgabe. An den Grundschulen kann die Schülerhöchstzahl pro Klasse sogar gesenkt werden.

Trotz der demographischen Entwicklung und der merklich rückläufigen Schülerzahl in Teilen Nord- und Ostbayerns kann das Ministerium jungen Frauen und Männern mit kleinen Kindern, die sich um eine Erstanstellung als Lehrkraft beworben und die nötigen Voraussetzungen hatten, eine Festanstellung in Heimatnähe anbieten.

Nach Bedarf gehandelt

An den Grund- und Mittelschulen ist wie üblich die Klassenbildung zum jetzigen Zeitpunkt noch nicht abgeschlossen, erinnerte der Minister. Von mancher Seite geäußerte Mutmaßungen über die Lehrerzuweisung waren deshalb verfrüht und falsch. Auch Teilaussagen bzw. Aussagen zu Standorten sind deshalb für Bayern nicht aussagekräftig. Wo zusätzlicher Bedarf ist bzw. war, wurde und wird entsprechend gehandelt.

Das Kultusministerium erstellt jährlich eine Prognose zur Entwicklung der Schülerzahlen an den einzelnen Schularten, diese wird jährlich fortgeschrieben. Die jeweils aktualisierte Prognose ist die belastbare Grundlage für die Ressourcenzuweisung im folgenden Schuljahr. Die Schülerprognose 2012 hatte den erfreulichen Anstieg der Schülerzahlen an der Mittelschule gegenüber der Prognose des Vorjahres bereits zur Grundlage. Nach den Meldungen der Regierungen im Juli lag die tatsächliche Schülerzahl an den Mittelschulen allerdings um rund 4000 Schüler höher als prognostiziert. "Dies ist ein Beleg für die Akzeptanz und Leistungsfähigkeit der Mittelschule", so Minister Spaenle, "für deren Schülerinnen und Schüler wir einen qualitätsvollen Unterricht sicherstellen".

Frühzeitig über Entwicklung informiert und Vorkehrungen getroffen

Kultusminister Spaenle hatte frühzeitig auf die Steigerung der Schülerzahlen an den Mittelschulen im Vergleich zur Prognose 2012 hingewiesen und vorausschauend Maßnahmen ergriffen. Entsprechend wurden und werden zusätzliche Ressourcen für das Schuljahr 2012/2013 bereit gestellt. Diese werden im Zuge der Klassenbildung über die Regierungen und Schulämter an die Schulen zugewiesen und so wird die Unterrichtsversorgung verlässlich sichergestellt.

Bei der Unterrichtsversorgung spielt die demographische Entwicklung eine wichtige Rolle, da diese eine entscheidende Basis für die Schülerprognose darstellt. Die Bevölkerungsentwicklung und die Altersstruktur entwickeln sich in den sieben bayerischen Regierungsbezirken seit Jahren unterschiedlich. Das bedeutet, dass die Anzahl der Schüler in manchen Teilen Bayern spürbar sinkt, in anderen dagegen konstant ist oder sogar geringfügig steigt. Der Freistaat stellt sicher, dass die Schülerinnen und Schüler flächendeckend eine vergleichbare Unterrichtsversorgung vorfinden. Deshalb wird eine Reihe von neu eingestellten Lehrkräfte nicht in dem Regierungsbezirk ihres Wunsches eingesetzt, sondern dort, wo sie in den Schulen benötigt sind.

Heute gab es in München eine weitere Dienstbesprechung mit den Bereichsleitern der Bezirksregierungen. Dabei informierten sie über den Stand der Unterrichtsversorgung und diskutierten mögliche erforderliche Maßnahmen. Dazu stellt das Ministerium die nötigen Ressourcen bereit.


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