Kultusministerin Dorothea Henzler: Referendarzahlen bleiben auf gleich hohem Niveau
"Die Zahl der Referendare wird mit 4800 in den kommenden Jahren auf dem gleichen hohen Niveau bleiben wie in den vergangenen Jahren", erklärte heute Kultusministerin Dorothea Henzler. Sie habe in Verhandlungen mit dem Finanzminister erreicht, dass der Kultusetat um 5,4 Millionen Euro aufgestockt wird. Sie freue sich, dass die beiden Regierungsfraktionen auf ihren Haushaltsklausurtagungen dazu auch einen entsprechenden Beschluss gefasst haben.
01.11.2011 Pressemeldung Hessisches Ministerium für Kultus, Bildung und ChancenKünftig würden bei jedem Einstellungstermin jeweils 1190 Referendare neu eingestellt. Das sei eine stabile und verlässliche Größe, die sowohl den Ausbildungsbedürfnissen als auch der künftigen Lehrerversorgung vollauf gerecht werde. "Gleichzeitig schaffen wir damit auch Planungssicherheit für die Schulen und die Studienseminare", sagte Henzler. Etwa 90 Prozent der ausgebildeten Lehrkräfte könnten nach ihrer Ausbildung in den Schuldienst übernommen werden, so die Ministerin.
Das neue Lehrerbildungsgesetz ermöglicht ein geordnetes Verfahren, "so dass wir seit Jahren erstmals alle Referendarstellen auch tatsächlich mit gut ausgebildeten Kandidaten besetzen können. Somit gibt es künftig keine Kluft mehr zwischen Stellen und Personen", so Henzler. Insbesondere habe die Verschiebung des Einstellungstermins vom 01. August auf den 01. November dazu geführt, "dass nun unter Berücksichtigung der jeweiligen regionalen Situation sehr viel besser nachgesteuert werden kann." Im Hinblick auf den aktuellen Einstellungstermin 01.11.2011 habe man deshalb bereits nicht nur die ursprünglich vorgesehenen 1010 Referendare, sondern 1090 neu einstellen können.
Neben der mit dem neuen Einstellungstermin verbundenen Verkürzung der Ausbildungszeit, habe das einstimmig beschlossenen Lehrerbildungsgesetz noch weitere positive Folgen: So werde die Zahl der Ausbildungsmodule auf ein vernünftiges Maß reduziert, was zu einer Entlastung der Referendare führe. Darüber hinaus werde die Unterrichtsverpflichtung für Ausbilder auf durchschnittlich 6 Wochenstunden festgesetzt. "Es kommt der Ausbildung zugute, wenn die Ausbilder auch selbst noch aktiv im Unterricht sind und diesen Unterricht den Referendaren präsentieren können. Dass wir mehr Wert auf die Praxis legen, steigert die Qualität der Ausbildung", sagte die Ministerin. Ein positiver Nebeneffekt dieser sinnvollen Maßnahmen sei, dass damit Einsparungen in Höhe von rund 25 Millionen jährlich verbunden seien.
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