Kultusministerium: Bei Förderung von Ganztagsklassen ist Bayern bundesweit führend

Bei der Förderung von Ganztagsklassen an weiterführenden Schulen ist Bayern bundesweit führend und lässt auch das von der SPD oft als "Musterland" gepriesene Rheinland-Pfalz hinsichtlich des Umfangs der Förderung hinter sich zurück. Bayern weist den weiterführenden Schulen jeweils 12 Lehrerstunden pro Woche sowie 6.000 Euro jährlich pro Ganztagsklasse zu. Das ist mehr, als Rheinland-Pfalz für Ganztagsklassen investiert. Mit diesem Faktum weist das Bayerische Kultusministerium den Vorwurf des SPD-Landtagsabgeordneten Hans-Ulrich Pfaffmann zurück, dass diese Zuweisung zu gering ausfalle.

30.07.2008 Bayern Pressemeldung Bayerisches Staatsministerium für Unterricht und Kultus

Gegenüber den Behauptungen des SPD-Abgeordneten Pfaffmann baut Bayern die rhythmisierten Ganztagsangebote vor allem an den Hauptschulen, aber auch darüber hinaus massiv aus. Derzeit bestehen an 161 Hauptschulstandorten in Bayern bereits rhythmisierte Ganztagsklassen, zum neuen Schuljahr kommen Ganztagsklassen an 175 Hauptschulstandorten und an 30 Förderzentren dazu. Außerdem bestehen an 40 Grundschulen, 12 Gymnasien und 10 Realschulen rhythmisierte Ganztagsklassen. An rund 800 Schulen bestehen zudem offene Ganztagangebote. Für das kommende Schuljahr wird eine dreistellige Anzahl von Anträgen auf zusätzliche offene Ganztagsangebote genehmigt werden können.

Stadt München deckelt, staatliche Schulen tragen die Last

Durch ihre Praxis des "Deckelns" senkt die Stadt München zwar die Höchstanzahl der Schülerinnen und Schüler in den Klassen an städtischen Realschulen und Gymnasien. Damit nimmt aber die Anzahl der Schülerinnen und Schüler an den staatlichen Gymnasien weiter zu, so dass die staatlichen Schulen die Hauptlast der zunehmenden Anzahl der Schüler an den weiterführenden Schulen tragen. Für diese aber hat die Stadt hinsichtlich des Sachaufwands, also etwa der Stellung der Räume, Verpflichtungen, denen sie dringend nachkommen müsse. Bedauerlich ist, dass die Landeshauptstadt München eine Zeit von rund einem Jahr benötigt hat, um den Standort für ein Gymnasium im Norden der Stadt festzulegen und nun an das Bayerische Kultusministerium zu melden. Das Kultusministerium wird zeitnah mit dem Finanzministerium über den Antrag entscheiden.

Auch bei der Ausstattung von Ganztagsklassen mit Räumen habe sich die Stadt München eher zögerlich verhalten, ohne dabei auf die Kinder zu achten.


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