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Kultusministerium bietet besonders begabten Schülerinnen und Schülern einen Tag an der Uni pro Woche - sie besuchen Lehrveranstaltungen an den Universitäten

Das Bayerische Kultusministerium verstärkt die Förderung besonders begabter Schülerinnen und Schüler in den jüngsten Jahren kontinuierlich. Zum kommenden Schuljahr weitet es das Projekt "Unitag" von derzeit zwei auf fünf weitere Universitäten aus.

26.07.2011 Pressemeldung Bayerisches Staatsministerium für Unterricht und Kultus

Die Grundlage für diese Entscheidung bilden die guten Erfahrungen des Modellversuchs an der Ludwig-Maximilians-Universität München und der Julius-Maximilians-Universität Würzburg. "Die Mehrzahl der Schülerinnen und Schüler fand dieses Angebot eines studium generale im Kleinen sehr gut", so Bayerns Kultusminister Dr. Ludwig Spaenle. "Dabei erhielten die Schülerinnen und Schüler der Oberstufe einen Einblick in unterschiedliche Fachrichtungen und können sich bei ihrer Studien- und Berufswahl daran orientieren", ergänzte der Minister. Sie lernen auch das wissenschaftliche Arbeiten kennen und können sich an der LMU sogar ihre Leistungen in einem späteren Studium anrechnen lassen.

Außerdem hatte das Kultusministerium in den vergangenen zwei Jahren in jedem Regierungsbezirk Hochbegabtenklassen und Ferienseminare eingerichtet.

Pro Universität waren in der Erprobungsphase jeweils ca. 25 sehr begabte Schülerinnen und Schüler aus mehreren Gymnasien zur Teilnahme an dem Projekt "Unitag" einen Tag pro Woche vom Unterricht freigestellt worden, um besondere Lehrveranstaltungen zu besuchen. Die Reaktion der Schülerinnen und Schüler war sehr gut. In Unterfranken hatten 93 Prozent das Angebot des "Unitags" als sehr gut eingestuft, 85 Prozent hatten die Betreuung durch die Hochschuldozenten als gut und sehr gut erlebt. Der Besuch der Hochschulveranstaltungen bereitete den Teilnehmern keine schulischen Probleme, die Mehrzahl der Schülerinnen und Schüler hielt ihn mit dem Schulalltag sogar für gut vereinbar.

Am kommenden Freitag, 29. Juli, um 11 Uhr schließt die LMU München die Pilotphase des "Unitags" mit einer Abschlussveranstaltung im Hauptgebäude ab, die vergleichbare Projektreihe ging an der Universität Würzburg am 15. Juli zu Ende. Der "Unitag" aber geht nun in seine zweite Phase. Denn im kommenden Schuljahr werden auch die Universitäten Bamberg und Bayreuth, die TU München, die Universität Erlangen-Nürnberg und die Universität Augsburg hochbegabten Schülerinnen und Schülern aus dem jeweiligen Regierungsbezirk spezielle Angebote unterbreiten.

Hochbegabtenklassen und besondere Ferienseminare

Eine gezielte Förderung besonders begabter Schülerinnen und Schüler erfolgt an Gymnasien auch in speziellen "Hochbegabtenklassen" an den Standorten München, Würzburg, Nürnberg, Gauting, Augsburg, Bayreuth, Deggendorf und Weiden. In jedem Aufsichtsbezirk der Ministerialbeauftragten für Gymnasien werden jährlich eigens Ferienseminare für besonders begabte und vielseitig interessierte Schülerinnen und Schüler abgehalten.

"Es ist wichtig, dass wir spezielle Förderangebote sowohl den leistungsschwächeren wie auch den leistungsstärkeren Schülerinnen und Schülern zuteil werden lassen. Nur so können wir den unterschiedlichen Begabungen gerecht werden", so Kultusminister Spaenle.


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