Kultusministerium spielt auf Zeit

Die Verhandlungen der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW), der Christlichen Erzieher Gemeinschaft (CEG) und dem Thüringer Verband der Lehrer (TVDL) mit der Landesregierung zur Verbesserung der Lage angestellter Lehrkräfte in Teilzeit sind erneut ohne sichtbares Ergebnis verlaufen. Das Kultusministerium legte auch drei Monate nach Verhandlungsbeginn kein konkretes, verhandelbares Angebot vor. Angekündigt wurde lediglich, im November ein Angebot vorzulegen, das jedoch erst ab 1.8.2009 gelten soll.

18.09.2008 Thüringen Pressemeldung GEW Thüringen

Der GEW-Vorsitzende Jürgen Röhreich erklärte dazu: " Das Kultusministerium versteckt sich hinter Bedarfszahlen und zögert die Verhandlungen damit weiter hinaus. Gefragt ist jedoch eine politische Lösung. Mit dem Urteil zur Teilzeitverbeamtung ist dem Floatingmodell die Existenzgrundlage entzogen worden." Weiter sagte der GEW-Vorsitzende: "Die angestellten Lehrkräfte in Teilzeit sind dem Freistaat 12 Jahre entgegen gekommen, haben ihm viel Ärger und Geld gespart und Neueinstellungen überhaupt erst ermöglicht. Der Ministerpräsident muss jetzt den Floatingbeschäftigten sagen, ob er eine politische Lösung will oder nicht. Es geht dabei auch um eine Entscheidung für ein positives Arbeitsklima an den Schulen."

Röhreich hatte vor der Verhandlung 3166 Unterschriften Thüringer Lehrer übergeben. Sie unterstützen damit die Forderung der GEW, den Teilzeitangestellten das gleiche Angebot wie den Beamten zu unterbreiten.

Der Landesvorstand der GEW Thüringen wird nun beraten, wie weiter verfahren wird. Die Verhandlungen werden am 18.11.2008 fortgesetzt.

Ansprechpartner

GEW Thüringen

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