Bayern

Kultusministerium stellt klar: Einstellungsniveau für Gymnasiallehrkräfte verbessert

Das Einstellungsniveau an Gymnasien konnte im Vergleich zu den Vorjahren verbessert und die Klassenstärke gesenkt werden, entgegnet das Bayerische Kultusministerium der Fehleinschätzung des BLLV. Der BLLV übersieht in seiner aktuellen PM die Verbesserungen in der gymnasialen Schullandschaft. Das Bayerische Kultusministerium nimmt deshalb zu den Mutmaßungen wie folgt Stellung:

28.01.2013 Pressemeldung Bayerisches Staatsministerium für Unterricht und Kultus

  1. Die Einstellungssituation für Gymnasiallehrkräfte gestaltet sich für Mitte Februar merklich günstiger als in den vergangenen Jahren. Die Einstellungsquote erreicht diesmal 40 Prozent, im Februar des Vorjahres waren es 28 Prozent und im Februar 2011 35 Prozent.
    Dabei ist der Einstellungstermin zum Februar nicht der Haupteinstellungstermin. Dieser liegt im September zum Schuljahresbeginn.

  2. Bei der Neueinstellung gibt es deutliche Unterschiede, die sich aus dem Bedarf der Schulen ergeben. Beste Einstellungschancen ergeben sich für Absolventen mit den Fächern Mathematik und Physik mit über 90 Prozent. Merklich geringer ist der Bedarf an Lehrkräften mit den Fächern Deutsch und den modernen Fremdsprachen. Über den von den Fächern und den Schularten abhängigen Bedarf konnten sich die heutigen Absolventen bereits als Abiturienten und Studieninteressenten anhand der jährlichen Lehrerbedarfsprognose informieren.

  3. Die Unterrichtsversorgung konnte an den Gymnasien in den jüngsten Jahren stetig verbessert werden, zum Schuljahr 2011/2012 wurde an den Gymnasien erstmals eine mobile Reserve von 110 Lehrkräften eingerichtet. In diesem Schuljahr wurde sie deutlich erhöht: Zusammen mit den Aushilfsmitteln stehen nun Lehrerstunden im Umfang von 360 Stellen zur Sicherung des Unterrichts an Gymnasien zur Verfügung. Zu diesem Schuljahr wurde erstmals an 25 Gymnasien eine integrierte Lehrerreserve eingeführt.

  4. Die durchschnittliche Klassenstärke wurde in den vergangenen fünf Jahren an den Gymnasien von knapp 28 Schülerinnen und Schülern im Schuljahr 2006/2007 auf 26,6 Schülerinnen und Schüler im Schuljahr 2011/2012 gesenkt. Diese Absenkung wurde durch erhebliche Investitionen des Freistaats ermöglicht.

Zusammen mit anderen Maßnahmen wie dem konsequenten Ausbau von Ganztagsklassen konnte die individuelle Förderung der jungen Menschen verbessert werden. Weitere Maßnahmen zur individuellen Förderung gerade in der Mittelstufe werden derzeit erprobt und sollen zum kommenden Schuljahr in die Fläche getragen werden.

Zur aktuellen Lehrerbedarfsprognose siehe: www.km.bayern.de/lehrer/lehrerausbildung/lehrerbedarfsprognose.html


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