Kultusstaatssekretär Freller: "Angesichts rechtsradikaler Umtriebe ist klares Bekenntnis zur Demokratie gefordert"

"Werteerziehung contra Rechtsradikalismus". Das forderte Kultusstaatssekretär Karl Freller nach den jüngsten Aktivitäten der NPD im Umkreis verschiedener Schulen in Mittelfranken. "Ich begrüße deshalb das entschiedene Bekenntnis der betroffenen Schulen, an der offensiven Auseinandersetzung mit dem Thema Rechtsextremismus festzuhalten", sagte Freller heute in München.

27.10.2006 Bayern Pressemeldung Bayerisches Staatsministerium für Unterricht und Kultus

"Angesichts der rechtsradikalen Umtriebe sind wir alle dazu aufgefordert, uns klar zur Demokratie und zu den Grundwerten unserer Verfassung zu bekennen", so Freller. Die Landeszentrale für Politische Bildungsarbeit leiste hier wichtige Aufklärungsarbeit und biete Lehrkräften auch geeignetes Material für den Einsatz im Unterricht.

Die NPD hatte kürzlich vor fünf Schulen in Stadt und Landkreis Fürth CDs mit fremdenfeindlichen Liedern und Beitrittserklärungen verteilt. Da das Propagandamaterial den Schülerinnen und Schülern jeweils außerhalb des Schulgeländes angeboten wurde, ließen sich die Aktionen nicht unterbinden.

Freller, der sich Anfang der 90-er Jahre bereits als junger Abgeordneter aktiv gegen Nazi-Rock eingesetzt hatte, betonte erneut die Bedeutung der Werteerziehung an den Schulen: "Mehr denn je sind wir heute dazu aufgefordert, unsere jungen Menschen im Geist der Demokratie und im Sinne der Völkerversöhnung zu erziehen. Unsere Schülerinnen und Schüler sollen zu verantwortungsbewussten und verantwortungsfreudigen Menschen heranwachsen. Die Schule kann und muss sie - gemeinsam mit dem Elternhaus - bei der Entwicklung zu einer starken Persönlichkeit in vielfältiger Weise unterstützen", betonte Freller. "Ich vertraue fest darauf, dass ein selbstbewusster Jugendlicher, der über die historischen Zusammenhänge der braunen Barbarei gründlich informiert ist, dem Irrweg des extremistischen Gedankenguts nicht folgen wird."


Schlagworte

Keine Kommentare vorhanden

Sie sind derzeit nicht angemeldet. Um Kommentare verfassen zu können, müssen Sie sich vorab bei uns registrieren. Alternativ können Sie sich über Ihren Facebook-Account anmelden.
Anmelden