Länderübergreifende Entwicklung der Kerncurricula für die Gymnasiale Oberstufe zur öffentlichen Diskussion freigeschaltet

Mit der gemeinsamen Entwicklung von Kerncurricula für die Qualifikationsphase der gymnasialen Oberstufe sind die Bundesländer Berlin, Brandenburg und Mecklenburg-Vorpommern erneut bildungspolitische Vorreiter. Die Länder haben bereits erfolgreich in den Jahren von 2002 bis 2004 bei der Entwicklung gemeinsamer Rahmenlehrpläne für die Grundschule zusammengearbeitet, die seit einem Jahr in Kraft sind. Jetzt wurden die Anhörungsfassungen der von den Bundesländern neu entwickelten Kerncurricula für die Qualifikationsphase der gymnasialen Oberstufe auf den Servern der Landesinstitute der Länder zur kritischen Begutachtung für die schulische und außerschulische Leserschaft bereitgestellt.

23.08.2005 Brandenburg Pressemeldung Ministerium für Bildung, Jugend und Sport des Landes Brandenburg

Die Erarbeitung der Kerncurricula begann im September 2004 unter der gemeinsamen Regie der drei Ministerien und Landesinstitute. Neben der Auswertung der Rückmeldungen auf der Grundlage von Fragebögen, die ebenfalls auf den oben angeführten Servern zur Verfügung gestellt werden, gilt es noch, die Informations- und Unterstützungsmaterialien für die Schulen zu entwickeln und Fortbildungskonzepte zu planen.

Die Entwicklung der neuen Rahmenpläne erfolgte, um den Anforderungen, die die Kultusministerkonferenz mit den Bildungsstandards und den Einheitlichen Prüfungsanforderungen für die Abiturprüfung formuliert hatte, zu entsprechen. Darüber hinaus wollten die Entwickler die von Bildungsexperten geforderten Kerncurricula in Angriff nehmen.

Gemeinsam wurde der Versuch unternommen, die stoffliche Fülle bisheriger Curricula zu reduzieren, damit der Unterricht auf den Erwerb jener Kompetenzen ausgerichtet werden kann, die Schülerinnen und Schüler benötigen, um sich besser auf die Herausforderungen vorzubereiten, vor denen unsere Gesellschaft gegenwärtig und in Zukunft steht.

Die Kerncurricula enthalten abschlussorientierte Standards, die für Lehrende, Lernende und die interessierte Öffentlichkeit deutlich und transparent machen, über welche Kompetenzen Schülerinnen und Schüler am Ende ihrer Schullauf-bahn aus der Sicht der beteiligten Länder verfügen müssen.

Darüber hinaus wird in den Kerncurricula die von Bildungsexperten einvernehmlich gestellte Forderung umgesetzt, die Lernenden mit ihren Lerndispositionen ins Zentrum des Unterrichts zu.

Mit den Kerncurricula erhalten Schulen die Möglichkeit, Spielräume für die Gestal-tung schulinterner Curricula zu nutzen und dabei die Besonderheiten des schulischen Umfeldes, aber auch individuelle Zielsetzungen zu berücksichtigen.

Hier sind die Entwürfe einzusehen:

www.bildung-brandenburg.de


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