Bayern und Berlin

Länderübergreifende Kooperation: Einstellungsangebote für Studienreferendare in Berlin

Länderübergreifende Kooperationen werden in Schulangelegenheiten praktiziert - zugunsten der Schüler und der Lehrkräfte. Der bayerische Staatsminister Dr. Ludwig Spaenle und der Berliner Bildungssenator Prof. Dr. E. Jürgen Zöllner haben nun vereinbart, sich gegenseitig bei der Beschäftigungsanstellung von Referendaren zu unterstützen.

16.02.2011 Pressemeldung Bayerisches Staatsministerium für Unterricht und Kultus

Das Land Berlin wird in diesem Jahr über 1.000 Lehrkräfte unbefristet einstellen und darüber hinaus viele Möglichkeiten für befristete Vertretungseinstellungen anbieten. Auch Bayern schafft in diesem Jahr über 1.000 Planstellen für zusätzliche Aufgaben und ersetzt darüber hinaus die frei werdenden Lehrerstellen. Doch während in Berlin zusätzliche Bewerberinnen und Bewerber gesucht werden, kann Bayern nicht allen seinen hochqualifizierten Lehramtsanwärterinnen und -anwärter aufgrund des großen Angebots von Jugendlehrern einen schnellen Berufseinstieg ermöglichen. In Absprache mit dem Bayerischen Staatsministerium für Unterricht und Kultus informiert Berlin aktuell in den bayerischen Studienseminaren über die günstigen Einstellungsmöglichkeiten in Berlin zum Schuljahr 2011/2012.

"Ich danke meinem bayerischen Amtskollegen für die schnelle und effiziente Kooperation. Mit dieser länderübergreifenden Zusammenarbeit schaffen wir eine win-win-Situation für beide Seiten: Hochqualifizierte bayerische Studienreferendare finden vielseitige Anstellungsmöglichkeiten in Berlin", so Prof. Dr. E. Jürgen Zöllner.

Kultusminister Spaenle betonte: "Die Länder kooperieren in vielen Schulfragen über alle Parteigrenzen hinaus durchaus effektiv. Unser gemeinsames Anliegen in der Frage ist es, dass junge sehr gute ausgebildete Lehrkräfte eine Beschäftigungschance erhalten. Ihr Wissen und ihre Kompetenzen werden dadurch erhalten und fließen in den Unterricht ein." Bayern steht gegenwärtig auch in Verhandlungen mit Baden-Württemberg und Sachsen, damit Junglehrer, die in Bayern derzeit nicht sofort angestellt werden können, in diesen Ländern eine Beschäftigung finden. Voraussetzung ist eine entsprechende Mobilität.

Diese Praxis ist nicht gänzlich neu: Auch Bayern hat in den jüngsten Jahren immer wieder auch Junglehrer aus anderen Ländern eingestellt.


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