Landesbedienstete fordern acht Prozent mehr
Mit einem Fackelzug von mehreren hundert Landesbeschäftigten durch die Kieler Innenstadt starteten die Gewerkschaften GEW, GdP und ver.di am Dienstag, 9.12.08 in die Tarif- und Besoldungsrunde 2009.
09.12.2008 Schleswig-Holstein Pressemeldung GEW Schleswig-HolsteinDer stellvertretende GEW-Landesvorsitzende Jan Nissen forderte auf der Demonstration eine Erhöhung der Gehälter und Bezüge in Höhe von acht Prozent. "Wir müssen gestiegene Lebenshaltungskosten für Lebensmittel (+ 7,4 %), Heizöl (+ 43,4 %), Energie und Benzin (+ 13%) verkraften. Bei diesen Steigerungsraten ist eine Lohnforderung von 8 Prozent mehr als bescheiden, zumal wir in den letzten Jahren immer Reallohnverluste hinnehmen mussten. Wer Milliarden für Pleitebankiers übrig hat, darf seine Beschäftigten nicht im Regen stehen lassen!"
Jan Nissen appellierte an den Ministerpräsidenten, seiner Verantwortung für die Landesbediensteten nachzukommen, statt sich um Heavy Metall in Wacken und die Eröffnung von Weihnachtsmärkten zu kümmern. "Sagen Sie den Beschäftigten des Landes, dass sie in den letzten Jahren genug zur Sanierung des Haushaltes beigetragen haben und dass diesmal eine Gehaltssteigerung her muss, die den Namen verdient und zeit- und inhaltsgleich auf die Landesbeamten übertragen wird! "
Der stellvertretende GEW-Landesvorsitzende beklagte, dass in den letzten Jahren die Berufsanfänger an den Schulen 25 bis 27 Prozent im Eingangsgehalt verloren hätten. Da sie zudem noch oft viel zu niedrig eingruppiert und mit befristeten Verträgen versehen seien, gingen viele von ihnen in andere Bundesländer, wo Ihnen bessere Konditionen geboten würden. "Schleswig-Holstein kann sich aber keinen Lehrermangel leisten. Denn wir brauchen eine gute Bildung für unsere Kinder. Ohne Lehrerinnen und Lehrer und Sozialpädagoginnen und Sozialpädagogen an den Schulen wird es nämlich auch in Zukunft keine besseren Pisa-Ergebnisse geben", so Jan Nissen.
Keine Kommentare vorhanden