Landeselternausschuss erstaunt über den Umgang mit Eltern

Der Landeselternausschuss zeigt sich erstaunt und gleichermaßen bestürzt, wie mit ratsuchenden Eltern umgegangen wird.

21.05.2008 Berlin Pressemeldung Landeselternausschuss Berlin (LEA Berlin)

Im Zuge des möglichen Wechsels (staatliche Erzieher ./. freie Träger) hat sich eine Elternvertreterin an die Schulaufsicht Mitte, Frau Kriegel-Wethkamp, gewandt und bat um Erläuterung der rechtlichen Aspekte hinsichtlich einer möglichen Kooperation der Schule mit einem freien Träger. Insbesondere war unklar, ob die Schulkonferenz zustimmungs- oder anhörungspflichtig ist. In diesem Gespräch äußerte die Elternvertreterin auch ihre Bedenken hinsichtlich der angeblich nicht möglichen Auswahl zwischen unterschiedlichen Konzeptionen, denn es stünde nur ein freier Träger (Technischer Jugendfreizeit- und Bildungsverein tjfbv e.v.) zur Verfügung, da sich weitere Träger nicht beworben haben. Des Weiteren hätte die Elternvertreterin im Zusammenhang mit dem freien Träger auch Bedenken anderer Schulen gehört. Kurz nach diesem vertraulichen Gespräch erhielt die Elternvertreterin unaufgefordert eine Mail vom genannten freien Träger an ihre Privatadresse, in welchem unter anderem vor rechtlichen Konsequenzen gewarnt wurde. Wörtlich heißt es in dem vom Vorsitzenden des Trägers, Thomas Hänsgen, unterzeichnetem Schreiben: "Bitte geben Sie mir keinen Anlass, rechtliche Schritte gegen Sie einzuleiten."

Der enge zeitliche Zusammenhang zwischen dem Gespräch der Elternvertreterin mit der Schulrätin Kriegel-Wethkamp und dem Eingang der Mail lässt vermuten, dass die Schulrätin nach dem vertraulichen Gespräch den freien Träger über das Gespräch und den Inhalt informiert hat. Nach Auskunft von Thomas Hänsgen, wurde der freie Träger von "offizieller Stelle der Senatsbildungsverwaltung" informiert. Es ist nicht auszuschließen, dass auch persönliche Daten (Emailadresse) weitergegeben wurden.

Dem Landeselternausschuss liegen Informationen vor, dass sich im Bezirk Mitte mehrere freie Träger für eine Kooperation mit Schulen beworben haben. Des Weiteren liegen dem Landeselternausschuss Informationen vor, die hinsichtlich der Qualität und der Konzeption des genannten freien Trägers Bedenken durchaus rechtfertigen.


Schlagworte

Keine Kommentare vorhanden

Sie sind derzeit nicht angemeldet. Um Kommentare verfassen zu können, müssen Sie sich vorab bei uns registrieren. Alternativ können Sie sich über Ihren Facebook-Account anmelden.
Anmelden