Landesregierung fördert versetzungsgefährdete Jugendliche: 1.400 Jugendliche starten heute in landesweiten Lerncamps

1.400 versetzungsgefährdete Jugendliche starten heute in landesweiten Lerncamps, um während der Osterferien vom 25. März bis zum 04. April 2008 versäumten Schulstoff nachzuholen und neue Lernmotivation aufzubauen. Zum zweiten Mal bietet die Hessische Landesregierung versetzungsgefährdeten Schülerinnen und Schülern diese Möglichkeit an, die das Hessische Kultusministerium im Haushaltsjahr 2008 mit einer halben Million Euro fördert.

25.03.2008 Hessen Pressemeldung Hessisches Ministerium für Kultus, Bildung und Chancen

Zum heutigen Start der drei externen o.camps und 41 schulischen Osterferiencamps wünschte Kultusministerin Karin Wolff allen Teilnehmerinnen und Teilnehmern einen "gelungenen Start in eine spannende und erfolgreiche Lernzeit". Die Ministerin betonte, dass der Schlüssel für bessere Schulleistungen Motivation wäre. In den hessischen Ostercamps lernten die Schülerinnen und Schüler deshalb vor allem, wie sie ihre vorhandenen Kenntnisse und Fähigkeiten nutzen und erweitern können. "Wer wieder Vertrauen in seine eigene Leistungsfähigkeit aufbaut, der ist einen großen Schritt weiter, um seine Noten zu verbessern. 2007 haben rund 90 Prozent der Teilnehmerinnen und Teilnehmer nach Besuch der Camps ihr Klassenziel doch noch erreicht – diese Bilanz sollte allen, die heute starten, Mut machen", so Wolff.

Für Schülerinnen und Schüler, die versetzungsgefährdet sind, gibt es zwei Möglichkeiten für die Teilnahme:

o.camps in Frankfurt, Kassel und Wiesbaden

180 Jugendliche aus Haupt-, Real- und Gesamtschulen der Regionen Wiesbaden, Frankfurt und Kassel können in den elftägigen o.camps versäumten Schulstoff der Fächer Deutsch, Mathematik und Englisch in Lernwerkstätten nachholen. Neben der Wiederholung von Unterrichtsstoff stehen aber auch das Erlernen von neuen Lernstrategien und das Entwickeln neuen Selbstbewusstseins durch mit anderen Jugendlichen erarbeitete Projekte im Mittelpunkt des Förderkonzepts. Ziel ist es, dass die Schülerinnen und Schüler nach dem Besuch der o.camps doch noch ihre Versetzung schaffen und mit neuer Motivation in das nächste Schuljahr wechseln. In Kooperation mit der Deutschen Kinder- und Jugendstiftung werden die o.camps in Frankfurt, Kassel und Wiesbaden durch das Kultusministerium organisiert. Die Lehman Brothers Foundation Europe, die Deutsche Post AG und die Stiftung Polytechnische Gesellschaft sowie der Cornelsen Verlag unterstützen das Projekt.

Schulbezogene Osterferiencamps

Darüber hinaus nehmen ab heute rund 1.220 Schülerinnen und Schülern, deren Versetzung und Abschlüsse gefährdet sind, an schulischen Osterferiencamps teil. An 41 Schulen erhalten diese Jugendlichen ebenfalls vom 25. März bis 05. April 2008 ein intensives Lern- und Methodentraining, das auch die Motivation fördern soll. Die Kurse werden von externen Lehrkräften, Sozialpädagogen, Referendaren und Lehramtsstudierenden höherer Semester geleitet und umfassen ein komprimiertes Nacharbeiten der Lehrplaninhalte sowie gezielte Übungen für die Abschlussprüfung in den Fächern Deutsch, Mathematik, Englisch oder einer weiteren Fremdsprache. Die Unterrichtszeiten der schulbezogenen Osterferiencamps sind variabel. Im Unterschied zum gewohnten Schulalltag sorgen bewegte Pausen, ein gemeinsames gesundes Frühstück und Mittagessen sowie mögliche Kurs- und Freizeitangebote im Nachmittag für ein ganzheitliches Lernen.

"Bereits im vergangenen Jahr haben 29 Schulen das erste Mal das Angebot des Kultusministeriums genutzt, ihren Schülerinnen und Schülern eine Chance zu bieten, damit diese doch noch die Versetzung oder ihren Schulabschluss schaffen: Wie auch bei den o.camps waren die Ergebnisse ausgesprochen gut und - neben der Vielzahl an positiven Rückmeldungen von Eltern und Teilnehmern - ein klares Signal, dieses Konzept auch in diesem Jahr fortzuführen", erklärte Wolff.


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