Landeszentrale für politische Bildung übernimmt in diesem Jahr die Fahrtkosten von Schulklassen in die Gedenkstätten der Gedenkstättenstiftung Sachsen-Anhalt
Das Gedenkjahr 2014 bietet aufgrund einer Vielzahl historischer Jubiläen genügend Anlässe, um sich mit der deutschen und europäischen Zeitgeschichte des 20. Jahrhunderts, dem "Zeitalter der Extreme" (Eric Hobsbawn) auseinanderzusetzen: Vor 100 Jahren begann der Erste Weltkrieg, 1939 wurde der Zweite Weltkrieg vom Zaun gebrochen. 1989 fiel der "Eiserne Vorhang" zwischen Ost und West durch zumeist friedlich verlaufende Revolutionen. 2004 fand die bisher größte Erweiterung der Europäischen Union statt.
14.04.2014 Pressemeldung Kultusministerium des Landes Sachsen-AnhaltMit dem Ausbruch des Zweiten Weltkrieges 1939 und der Friedlichen Revolution 1989 erinnern wir an zwei Diktaturen, deren Aufarbeitung ein wesentlicher Bestandteil der Arbeit der Landeszentrale und der Gedenkstättenstiftung ist. Viele an historischen Schauplätzen errichtete Gedenkstätten zeugen noch heute von den Gräueltaten des Nationalsozialismus und den Menschenrechtsverletzungen der SED- Diktatur. Dazu zählen in Sachsen-Anhalt insbesondere die Gedenkstätte KZ Lichtenburg Prettin, die Gedenkstätte für Opfer der NS-"Euthanasie" Bernburg, die Gedenkstätte für die Opfer des KZ Langenstein-Zwieberge, die Gedenkstätte ROTER OCHSE Halle (Saale), die Gedenkstätte Moritzplatz Magdeburg und die Gedenkstätte Deutsche Teilung Marienborn mit dem Grenzdenkmal in Hötensleben. Maik Reichel, Direktor der Landeszentrale für politische Bildung (LpB) würdigt deren umfangreiche Bildungsangebote, die insbesondere auch von Schulklassen genutzt werden können.
Auf Anregung von Kultusminister Stephan Dorgerloh wollen beide Kooperationspartner aus Anlass des Gedenkjahres 2014 Schulklassen ermöglichen, die oben genannten Gedenkstätten im Rahmen des Schul- und Projektunterrichts kostenfrei zu besuchen und inhaltlich vor Ort zu arbeiten. "Ich freue mich, dass es mit dieser Kooperationsvereinbarung gelingt, die Schwellen für einen Gedenkstättenbesuch ganz niedrig zu halten. Am Geld sollte ein Besuch in diesem Jahr der Erinnerung jedenfalls nicht scheitern", sagt Kultusminister Stephan Dorgerloh. "Die Schulen haben die Chance, ihren Schülerinnen und Schülern eine ganz wichtige Erfahrung zu ermöglichen."
"Die Gedenkstätten in Sachsen-Anhalt sind dezentral über das Land verteilt. Daher sind die Wege mitunter lang und mit entsprechenden Kosten verbunden. Für viele Schulen stellt dieser Umstand eine große Hürde dar. Dank der jetzt abgeschlossenen Vereinbarung kann diese Hürde genommen werden, so dass unsere Angebote noch stärker in Anspruch genommen werden können." ergänzt Dr. Kai Langer, Direktor der Stiftung Gedenkstätten Sachsen-Anhalt.
Die Landeszentrale für politische Bildung übernimmt im Jahr 2014 die Kosten für die Beförderung von Schulklassen (per Bus oder Bahn) zu einhundert Prozent, solange das in der Landeszentrale ausgewiesene Budget ausreicht. Die Beantragung erfolgt spätestens vier Wochen vor Beginn des Projektes bei der LpB. Das Antragsformular finden Sie unter www.lpb.sachsen-anhalt.de Rubrik Förderrichtlinie. Ansprechpartner ist Herr Ecks, den Sie telefonisch unter 0391 567 64 55 oder per mail: rene.ecks@lpb.mk.sachsen-anhalt.de erreichen können. Er beantwortet auch mögliche Fragen. Bei einer Beförderung mit dem Bus reichen die Lehrkräfte bitte drei Kostenangebote ein. Die Besuchstermine können die Lehrkräfte mit den jeweiligen Gedenkstätten selbst abstimmen. Die Kontakte finden Sie weiter unten.
Diese Regelung gilt nur für das Jahr 2014 in den genannten Gedenkstätten im Rahmen der zur Verfügung stehenden Mittel.
Kontaktdaten und Öffnungszeiten der Gedenkstätten
Gedenkstätte KZ Lichtenburg Prettin
KontaktPrettiner Landstraße 4 | 06925 Annaburg, OT Prettin | phone: +49 35 386 – 609 975 oder +49 170 – 5 669 222 | fax: +49 35 386 – 609 977 | mail: info-lichtenburg@stgs.sachsen-anhalt.de
Öffnungszeiten
Di bis Do: 09:00 bis 15:30 Uhr | Fr: 09:00 bis 13:00 Uhr | jeden letzten So im Monat: 13:00 bis 17:00 Uhr sowie nach Vereinbarung
Gedenkstätte für die Opfer der NS-"Euthanasie" Bernburg
Kontaktc/o Fachklinikum für Psychiatrie Bernburg | Olga-Benario-Str. 16/18 | 06406 Bernburg | phone: +49 3471 – 319 816 | fax +49 3471 – 6 409 691 | mail: info-bernburg@stgs.sachsen-anhalt.de
Öffnungszeiten
Di bis Do: 09:00 bis 16:00 Uhr | Fr: 09:00 bis 12:00 Uhr | jeden ersten So im Monat 11:00 bis 16:00 Uhr sowie nach Vereinbarung
Gedenkstätte für die Opfer des KZ Langenstein-Zwieberge
KontaktVor den Zwiebergen 1 | 38895 Langenstein | phone: +49 3 941 – 567 324 | phone/fax: +49 3 941 – 30 248 mail: info- langenstein@stgs.sachsen-anhalt.de
Öffnungszeiten (Dauerausstellung)
Di bis Fr: 09:00 bis 15:30 Uhr | jedes letzte Wochenende (Sa und So) in den Monaten April bis Oktober: 14:00 bis 17:00 Uhr sowie nach Vereinbarung
Gedenkstätte ROTER OCHSE Halle (Saale)
KontaktAm Kirchtor 20b | 06108 Halle | phone: +49 345 – 2 201 337 | fax: +49 345 – 2 201 339 | mail: info-roterochse@stgs.sachsen-anhalt.de
Öffnungszeiten
Di bis Fr: 10:00 bis 16:00 Uhr | jedes erste Wochenende im Monat (Sa und So): 10:00 bis 17:00 Uhr sowie nach Vereinbarung
Gedenkstätte Moritzplatz Magdeburg
KontaktUmfassungsstraße 76 | 39124 Magdeburg | phone: +49 391 – 2 445 590| fax: +49 391 – 24 455 999 | mail: anmeldung- moritzplatz@stgs.sachsen-anhalt.de
Öffnungszeiten
Mo bis Mi: 09:00 bis 16:00 Uhr | Do: 09:00 bis 18:00 Uhr | Fr: 09:00 bis 15:00 Uhr | jeder erste Sa im Monat: 10:00 bis 12:00 Uhr sowie nach Vereinbarung
Gedenkstätte Deutsche Teilung Marienborn
KontaktAn der Bundesautobahn A2 | 39365 Marienborn | phone: +49 39 406 – 92 090 | fax: +49 39 406 – 92 099 | mail: info- marienborn@stgs.sachsen-anhalt.de
Öffnungszeiten
Di bis So: 10:00 bis 17:00 Uhr
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