Bayern

Latein und Griechisch begeistern nach wie vor - Schüler aus München, Untergriesbach und Kaufbeuren erfolgreich beim Landeswettbewerb Alte Sprachen

Die drei Sieger des 25. Landeswettbewerbs Alte Sprachen kommen aus München, Untergriesbach und Kaufbeuren. Sie haben sich in drei Runden gegen ca. 500 Mitbewerber durchgesetzt und werden in die Förderung für Studienanfänger der Studienstiftung des deutschen Volkes aufgenommen.

18.03.2013 Pressemeldung Bayerisches Staatsministerium für Unterricht und Kultus

Kultusminister Dr. Ludwig Spaenle gratulierte Jakob Rappenglück vom Wilhelmsgymnasium München, Florian Sicklinger vom Gymnasium Untergriesbach und Rupert Weileder vom Jakob-Bruckner-Gymnasium Kaufbeuren: "Ihr habt beim Landeswettbewerb Alte Sprachen Engagement, Eigeninitiative sowie Durchhaltevermögen bewiesen und Euch in einem großen Teilnehmerfeld als Beste qualifiziert. Damit habt Ihr nicht nur Eure ausgezeichneten altsprachlichen Kenntnisse nachgewiesen, sondern auch das hohe Niveau im Latein- und Griechischunterricht an den bayerischen Gymnasien aufgezeigt." Minister Spaenle ist erfreut über das große Interesse, das den alten Sprachen nach wie vor zukommt. "Die Wurzeln unserer Kultur und unseres Wertesystems liegen in der Antike. Bis heute haben die Vorstellungen und Ideen der antiken Schriftsteller nicht an Faszination und Aktualität verloren. Die Sprachen Latein und Griechisch sind hierbei der Schlüssel zu Literatur und Philosophie", erklärte der promovierte Historiker Dr. Ludwig Spaenle.

Schülerinnen und Schüler, die in der Jahrgangsstufe 11 einen Kurs oder ein Seminar in Latein oder Griechisch belegen, können am Landeswettbewerb Alte Sprachen teilnehmen. In der ersten Runde galt es für die zukünftigen Abiturienten, ihre Sprachkenntnisse beim Übersetzen schwieriger lateinischer bzw. griechischer Texte unter Beweis zu stellen und mit viel Kreativität knifflige Aufgaben zu lösen.

Die 50 Besten hatten dann in der zweiten Runde verschiedene Themen für eine Hausarbeit zur Auswahl. So sollten die Kandidaten im Fach Latein beispielsweise anhand geeigneter Quellen dem Phänomen der Politikverdrossenheit im alten Rom und in der gegenwärtigen Gesellschaft der Bundesrepublik Deutschland nachspüren. Andere Teilnehmer stellten sich der kreativen Herausforderung, einen Dramentext zu verfassen, in dem die letzten Tage der römischen Republik für die Bühne verarbeitet wurden. Kandidaten im Fach Griechisch verglichen eine bekannte Grabrede des Historikers Thukydides mit der Rede Barack Obamas anlässlich des zehnten Jahrestages der Terroranschläge vom 11. September 2001.

In der letzten Runde wurden die verbliebenen zehn Kandidaten zu einem Kolloquium ins Kultusministerium eingeladen. Das Prüfungsgremium war vom breiten Wissen und der selbständigen Auseinandersetzung der Teilnehmer mit antiken Themen beeindruckt.

Die Studienwünsche der Teilnehmer an der Endrunde sind breit gefächert und reichen von geisteswissenschaftlichen Disziplinen über Jura bis hin zu Gebieten wie Design und Filmkomposition.

Im kommenden Jahr wartet auf die Teilnehmer in der zweiten Runde statt einer Hausarbeit eine Interpretationsklausur. Dabei stehen der flexible und kreative Umgang mit Texten sowie die Interpretation der Inhalte im Mittelpunkt.


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