Latein und Griechisch sind weiter gefragt bei Schülerinnen und Schülern

"Im 25. Jahr seines Bestehens ist der seit nunmehr 16 Jahren alljährlich ausgetragene Landeswettbewerb in den klassischen Sprachen das Wettbewerbsforum für den Oberstufenunterricht in Latein und Griechisch. Mehr als 700 Anmeldungen aus dem ganzen Land zeigen, dass die so genannten Alten Sprachen nach wie vor bei Schülerinnen und Schülern auf Interesse stoßen und sogar Begeisterung wecken können." Das unterstrich Bildungsstaatssekretärin Vera Reiß heute bei der Preisverleihung im Landeswettbewerb "Certamen Rheno-Palatinum" im Saalbau in Neustadt/Weinstraße.

09.04.2008 Rheinland-Pfalz Pressemeldung Ministerium für Bildung, Wissenschaft, Jugend und Kultur, Rheinland-Pfalz

Diese Tatsache beweise auch das Wahlverhalten der Schülerinnen und Schüler bei den Fremdsprachen. Im jetzt zu Ende gehenden Schuljahr 2007/2008 hätten sich mehr als 29 Prozent der Gymnasiastinnen und Gymnasiasten für Latein als Fremdsprache entschieden. Dies sei im Vergleich der letzten 15 Jahre genauso ein Rekordwert wie der Anteil an den Integrierten Gesamtschulen mit 8,5 Prozent, betonte die Staatssekretärin. Und auch das deutlich seltenere Angebot von Griechisch erfreue sich über die Jahre hinweg einer gleichbleibenden Nachfrage.

Der vom Landesverband Rheinland-Pfalz des Deutschen Altphilologenverbands (DAV) und vom Ministerium für Bildung, Wissenschaft, Jugend und Kultur getragene Wettbewerb besteht aus drei Runden. In der 1. Runde wird eine Klausur in Latein oder Griechisch geschrieben, in der 2. Runde wird von den Teilnehmenden eine Hausarbeit angefertigt. In der noch bevorstehenden 3. Runde stellen sich die besten acht Teilnehmerinnen und Teilnehmer dann einem Kolloquium an der Universität Mainz. Bis zu drei von ihnen können auf Vorschlag der Jury in die Studienstiftung des deutschen Volkes aufgenommen werden.

Die Resonanz auf den Wettbewerb bestärke die Landesregierung in ihrem Kurs, dass an den Schulen im Land auch in Zukunft ein Miteinander von alten und neuen Fremdsprachen gepflegt werden solle, um auf diese Weise die schulische Qualitätsentwicklung gemeinsam voranzutreiben, sagte Vera Reiß. Sie dankte allen Förderern des Wettbewerbs, insbesondere aber dem "spiritus rector" des Landeswettbewerbs, dem ehemaligen Studiendirektor am Ludwigshafener Theodor-Heuss-Gymnasium, Dr. Friedrich Kuntz, und seinen Nachfolgern als Wettbewerbsleiter, Dr. Peter Dams (ehemals Oberstudienrat am Görres-Gymnasium Koblenz) sowie Dr. Hartmut Wilms (Oberstudienrat am Emanuel-Felke-Gymnasium in Bad Sobernheim), der seit dem Jahr 2002 diese Aufgabe übernommen hat. Die Bildungsstaatssekretärin überreichte in Neustadt den besten 28 Schülerinnen und Schülern der beiden ersten Runden ihre Preise – unter anderem Gutscheine für Reisen nach Italien und Griechenland, die die Berliner Botschaften der beiden Länder zur Verfügung gestellt hatten, sowie eine Reihe von Geldpreisen verschiedenster Stifter und Buchpreise.

Anlage: Liste der Preisträgerinnen und Preisträger in der 1. und der 2. Stufe (siehe rechte Spalte oben)


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