Lehrer und Polizisten in NRW wollen deutlich mehr Geld

Die Zeit der Zurückhaltung bei Einkommensforderungen im öffentlichen Dienst in Nordrhein-Westfalen ist vorbei. Dies erklärten übereinstimmend die Landesvorsitzenden des Verbandes Bildung und Erziehung (VBE) und der Deutschen Polizeigewerkschaft (DPolG), Udo Beckmann und Rainer Wendt.

04.12.2007 Nordrhein-Westfalen Pressemeldung Verband Bildung und Erziehung, Landesverband NRW

In einer gemeinsamen Initiative haben beide Gewerkschaften vereinbart, die Landesregierung angesichts sprudelnder Steuereinnahmen auf kräftige Einkommenssteigerungen für Tarifbeschäftigte und Beamte einzustellen. "Jetzt ist Schluss mit lustig, wir wollen mehr Geld", so der oberste Polizistengewerkschafter Rainer Wendt, der die alarmierende Stimmung unter den Polizisten und den Lehrern beschreibt: "Urlaubsgeld weg, Weihnachtsgeld runter, Pensionen gekürzt und Arbeitszeit verlängert, so haben wir die letzten Jahre erlebt und davon haben wir die Nase voll. Jürgen Rüttgers ist gut beraten, auf die Stimmung der Beschäftigten des öffentlichen Dienstes zu hören, sonst wird sie ihn durch seinen ganzen Wahlkampf begleiten."

VBE-Chef Udo Beckmann stellte für den Lehrebereich klar: "Wenn das Land in Bildung investieren will und das wird ja nirgends bestritten, dürfen Lehrergehälter davon nicht ausgenommen werden. Es reicht uns nicht, wenn die Politik den Wert unserer Arbeit mit schönen Worten lobt. Nach jahrelangem Verzicht und drastischen Einkommenskürzungen muss die Politik jetzt tiefer in die Tasche greifen, wenn die Beschäftigten nicht vollends den Anschluss an allgemeine Einkommensentwicklungen verlieren sollen. Dies bedeutet auch, dass alle tarifbeschäftigten Lehrer in die Entgeltgruppe 13 gehören und die bestehenden Benachteiligungen gegenüber dem alten BAT in der nächsten Tarifrunde ausgeglichen werden."

Rainer Wendt und Udo Beckmann abschließend: "Wir brauchen hoch motivierte Polizisten und Lehrer, um die bevorstehenden Herausforderungen im Bereich Innere Sicherheit und im Bereich Bildung meistern zu können. Dazu gehört u.a., dass man die Einkommensentwicklung an die Preisentwicklung angleicht."


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