Lehrerbedarfsprognose: Spaenle macht die Tür zu
Die Grünen im Bayerischen Landtag kritisieren die verfehlte Einstellungspolitik der Staatsregierung bei den Lehrerinnen und Lehrern. "Wer gestern Stellen streicht, schickt heute junge Lehrkräfte in die Arbeitslosigkeit", erklärt der schulpolitische Sprecher Thomas Gehring. Jetzt sei offenkundig, dass die durch die Umstellung von G 8 auf G 9 "frei" gewordenen 1800 Lehrerstellen, über deren Verbleib im Bildungsbereich noch bei den Haushaltsberatungen Unklarheit verbreitet worden waren, nun unwiderruflich gestrichen wurden.
06.07.2011 Pressemeldung Bündnis 90/Die Grünen"Das ist unverantwortlich angesichts des Unterrichtsausfalls, der bereits jetzt herrscht." Die Schülerinnen und Schüler bräuchten nicht weniger, sondern mehr Lehrerinnen und Lehrer. Es fehle zusätzliches Lehrpersonal für die Ganztagsschulen, für Pools, um die Unterrichtsversorgung zu verbessern und für die Umsetzung der Inklusion. "Der Minister hat eine Lehrerreserve für Gymnasien angekündigt, spricht aber jetzt davon, dass kaum Gymnasiallehrerinnen und -lehrer eingestellt werden, offensichtlich besteht auch diese Lehrerreserve wieder einmal aus Luftbuchungen. "
Die Landtagsgrünen haben für eine Stellen-Aufstockung entsprechende Haushaltsanträge eingebracht. Thomas Gehring fordert den Kultusminister auf, endlich alle Zahlen auf den Tisch zu legen. "Eine vernünftige Lehrerbedarfsprognose ist nur dann möglich, wenn wir alle Zahlen kennen und nicht, wenn die Informationen wieder einmal nur scheibchenweise der Öffentlichkeit präsentiert werden." So seien keine Zahlen bekannt, wie viele Lehrerinnen und Lehrer im kommenden Schuljahr ausscheiden würden und wo es einen zusätzlichen Bedarf gebe.
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