Lehrerversorgung weitgehend zufriedenstellend

"Die heute veröffentlichte Stichprobe der Schulleitungsvereinigung NRW (SLV) zur Stellenbesetzung an den Schulen entspricht nicht den Fakten. Aufgrund der Rückmeldungen zu den Besetzungen der ausgeschriebenen Stellen können wir als Ministerium genau sagen, wie viele Stellen nicht besetzt werden", erklärte Schulministerin Barbara Sommer. Aus diesen Fakten ergibt sich: Von den zum 1. August ausgeschriebenen Stellen können zum Beginn dieses Schuljahres rund 800 Lehrerstellen nicht besetzt werden. Damit beträgt die Quote der unbesetzten Lehrerstellen an allen Schulformen lediglich 0,5 Prozent der insgesamt rund 152.000 Lehrerstellen in Nordrhein-Westfalen.

28.08.2009 Pressemeldung Ministerium für Schule und Bildung des Landes Nordrhein-Westfalen

Einer der Gründe für die Unterschiede zu der Stichprobe der SLV könnte sein, dass sich vor allem diejenigen Schulleiter zurückgemeldet haben, an deren Schulen Stellen nicht besetzt werden konnten. Die vielen Schulen, die mit ihrer Besetzungssituation zufrieden sind, hatten keinen Anlass, auf die Umfrage zu antworten. Dies zeigt auch die große Anzahl der Schulen (88 %), die nicht an der Umfrage der SLV teilgenommen haben.

Barbara Sommer: "Es gibt schulformbezogene, regionale und fächerspezifische Engpässe bei der Lehrerversorgung. Ein Lehrer, den wir heute einstellen wollen, hat spätestens im Jahr 2003 mit dem Studium anfangen müssen. Dies ist die Verantwortung der Vorgängerregierung. Es waren ihre Versäumnisse, die uns in diesem Jahr besondere Kraftanstrengungen abverlangen, um die Stellen zu besetzen."

Zum Schuljahresbeginn haben 4.711 neue Lehrerinnen und Lehrer ihren Dienst an den Schulen angetreten. Zusammen mit den bereits im Februar eingestellten Lehrkräften sowie den noch zu erwartenden Einstellungen bis zum Ende des Jahres werden in diesem Jahr rund 8.000 neue Lehrerinnen und Lehrer an unseren Schulen unterrichten. Das ist die höchste Einstellungszahl in Nordrhein-Westfalen seit 1981.

"Die Einstellungszahlen belegen, dass das Land das vorhandene Potenzial an Lehrkräften voll ausgeschöpft hat. Zudem konnten durch Maßnahmen wie der Ausweitung des Seiteneinstiegs, der Werbung ausländischer Lehrkräfte oder der Möglichkeit zur Kapitalisierung von Stellen weitere geeignete Kräfte an die Schulen geholt werden. Außerdem sind rund 360 Einstellungen aus anderen Bundesländern erfolgt. In Zukunft werden wir unsere Bemühungen fortsetzen, damit unsere Schulen aus einem größeren Kreis an Bewerbern auswählen können. Hierzu zählt insbesondere die bereits erfolgte Erhöhung der Referendariatsplätze um 2.500. Im nächsten Jahr sollen noch einmal 500 hinzukommen. "Durch diese von uns eingeleiteten Maßnahmen werden wir die Einstellungsbilanz zukünftig noch weiter verbessern", erklärte die Schulministerin.


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