Lochfraß, Keime und Papier
Zehn Jugendliche vertreten Brandenburg beim 41. Bundeswettbewerb von Jugend forscht. Die jungen Wissenschaftler konnten sich heute in Schwarzheide für das Finale von Deutschlands bekanntestem Nachwuchswettbewerb qualifizieren und dürfen ihre sechs Projekte Ende Mai in Freiburg präsentieren. Insgesamt waren 68 Teilnehmerinnen und Teilnehmer mit 35 Projekten beim Landesentscheid angetreten.
30.03.2006 Pressemeldung Stiftung Jugend forscht e.V.Im Fachgebiet Arbeitswelt siegten Martin Härtel (17) und Christian Scherer (17) vom Sally-Bein-Gymnasium in Beelitz. Sie präsentierten ein Zusatzsystem für Rollstühle, dass es dem Nutzer ermöglicht, Stufen und Kanten eigenständig zu überwinden. Mit der Hygiene an Schulen befasste sich Romy Kunzmann (15) vom Carl-Friedrich-Gauß-Gymnasium in Frank-furt/Oder. Ihre Untersuchung zur Ausbreitung des Keimes Staphylococcus Aureus an ihrem Gymnasium brachte der 15-Jährigen den Landessieg in Biologie.
Welches Flugverhalten Papierstreifen haben, fragte sich Christopher Rheinsberg (15) vom Carl-Friedrich-Gauß-Gymnasium in Frankfurt/Oder. Im Fachgebiet Physik präsentierte er eine preisgekrönte Analyse zu den Fallbewegungen von Papier, die je nach Beschaffenheit des Streifens sehr unterschiedlich ausfallen kann. Gergely Solecki (19) vom Berthold-Brecht-Gymnasium in Freienwalde überzeugte die Jury im Fachgebiet Biologie mit seiner Arbeit über den so genannten Lochfraß bei metallischen Werkstoffen.
Den ersten Preis im Fachgebiet Geo- und Raumwissenschaften erhielten Michael Denz (18) und Sebastian Klein (17) vom Creativen Zentrum "Haus am Anger" in Falkensee. Die Jungforscher erstellten ein Verzeichnis aller relevanten Daten zu Standorten von Mobilfunksendeanlagen in ihrer Heimatstadt. Zusätzlich erarbeiteten sie Informationsmaterialien, die die Bevölkerung vor allem zum Thema "Mobilfunk und Umwelt" aufklären sollen.
In Fach Mathematik/Informatik konnten sich Richard Hartmann (19), Johannes Reimann (18) und Henrik Welk (19) vom Max-Steenbeck-Gymnasium in Cottbus durchsetzen. Sie entwickelten ein Computerprogramm, dem die Prinzipien der Evolution zugrunde liegen. Deren Mechanismen versuchen sie auf diese Weise für aktuelle Problemlösungen nutzbar zu machen.
Der 41. Bundeswettbewerb findet vom 18. bis 21. Mai 2006 in Freiburg statt – gemeinsam ausgerichtet von der Stiftung Jugend forscht e. V. und der Sick AG.
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