Löcher aufreißen, um an anderer Stelle welche zu stopfen!?

Es wird immer klarer, dass die personelle Unterausstattung der Berliner Grundschulen die Umsetzung der angestrebten Reformen massiv gefährdet. Die absolut unzureichende Versorgung in Bezirken wie Reinickendorf und Neukölln ist in den letzten Wochen in der Presse breit dokumentiert worden.

29.09.2005 Berlin Pressemeldung GEW Berlin

Die Senatsbildungsverwaltung reagiert kurzfristig - aber wie? Nach Informationen aus dem Bezirk Pankow sollen 16 Kolleg/innen aus den Pankower Grundschulen sofort nach Neukölln umgesetzt werden. Für den Bezirk Lichtenberg ist ähnliches geplant.

Die Vorsitzende der GEW BERLIN, Rose-Marie Seggelke: "Natürlich sollen die Lehrkräfte dorthin gehen, wo die Schülerinnen und Schüler sind. Aber dieses Hauruck-Verfahren, von Senator Böger auf Druck der Öffentlichkeit hektisch vorgenommen, wird in Pankow zu einer Störung der pädagogischen Arbeit, zu Klassenzusammenlegungen und zu einer Überschreitung der vom Senator selbst festgesetzten Klassenfrequenzen führen. Bei der dünnen Personaldecke ist es einfach nicht möglich und eine Augenwischerei, die Unterausstattung eines Bezirks auf Kosten eines anderen beheben zu wollen."

Auch der Bezirk Neukölln lehnt diese Art von 'Hilfe' ab. Jürgen Schule von der GEW Bezirksleitung Neukölln: "Der Bezirk braucht dringend zusätzliches Personal. Ohne Neueinstellungen wird das nicht gehen. Ein erneutes Umsetzungskarussel löst keines der drängenden Probleme."

Ansprechpartner

GEW Berlin

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