"Maßnahmen greifen"

"Die vielfältigen Bemühungen der letzten Jahre tragen Früchte: Während 2001 in Bayern noch 13.666 Schülerinnen und Schüler ohne Hauptschulabschluss die Schule verlassen hatten, war dies 2005 noch bei 10.878 Schülerinnen und Schülern der Fall. Das entspricht einem Rückgang von 20,4 Prozent in nur wenigen Jahren." Dies gab Kultusminister Siegfried Schneider heute in München bekannt.

05.01.2007 Bayern Pressemeldung Bayerisches Staatsministerium für Unterricht und Kultus

"Ich begrüße daher auch den gestrigen Vorschlag von Bildungsministerin Annette Schavan für eine Bund-Länder-Offensive zur Halbierung der Zahl der Schulabbrecher in den nächsten fünf Jahren", so der Minister. "Bayern hat bereits vielfältige Fördermöglichkeiten eröffnet, um die Zahl der Schulabbrecher zu senken. Der deutliche Rückgang zeigt, dass unsere Maßnahmen greifen und ermutigt zu einer weiteren Intensivierung dieser Bemühungen." Deutlich werde das vor allem im Bereich der Hauptschule: Hatten 2001 noch 7.730 Schülerinnen und Schüler die Hauptschule ohne Abschluss verlassen, belief sich diese Zahl vier Jahre später auf 4.955. "Das bedeutet einen Rückgang um 35,9 Prozent", so der Minister.

"Dennoch ist jeder Schüler, der die Schule ohne Abschluss verlässt, einer zu viel. Wir werden weiterhin auf die individuelle Förderung der Jugendlichen setzen", sagte Schneider. Deshalb habe man trotz des deutlichen Rückgangs der Schülerzahlen an den Volksschulen mehr Lehrerstellen an den Hauptschulen belassen, als rechnerisch erforderlich gewesen wäre, erläuterte der Minister. So stehen im laufenden Schuljahr erstmals zusätzlich 331 Stellen ausschließlich zur individuellen Förderung zur Verfügung. "Nach wie vor ist Bayern auch das einzige Bundesland, das eigens ausgebildete Förderlehrer bereithält, um Schülerinnen und Schülern gezielt zusätzliche Unterstützung anbieten zu können", so Schneider. Erst kürzlich hat der Ministerrat sich darüber hinaus für den Ausbau der Hauptschule als Ganztagsschule ausgesprochen. "Ich bin zuversichtlich, dass es uns dadurch gelingen wird, die Zahl der Schüler, die die Schule ohne Abschluss verlassen, weiter zu reduzieren", so Schneider. "In einer rhythmisierten Ganztagsschule werden wir die einzelnen Schülerinnen und Schüler noch besser unterstützen können, damit möglichst alle auch die Ausbildungsreife erlangen."


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