Mehr Lehrkräfte, mehr Ganztagsangebote und kleinere Klassen

Mit seiner Interpretation des bayerischen Schulwesens wird der bildungspolitische Sprecher der SPD dem bayerischen Schulwesen nicht gerecht. Das bayerische Schulsystem liefert eine qualitativ hochwertige Bildung und wird immer durchlässiger gestaltet.

16.09.2009 Pressemeldung Bayerisches Staatsministerium für Unterricht und Kultus

"Wir haben 1.459 zusätzliche Lehrerplanstellen für Schulen aller Schularten zum neuen Schuljahr bereit gestellt, bauen das Ganztagsangebot in offener und gebundener Form konsequent aus und senken die Durchschnittsgröße der Klassen in allen allgemeinbildenden Schulen", fasst Minister Spaenle die positiven Entwicklungen im Bayerischen Schulwesen zusammen. "Aber wir wissen um die Notwendigkeit mit unseren Anstrengungen, die Situation weiter zu verbessern, nicht nachlassen zu dürfen", so der Minister.

Standorte mit gebundenen Ganztagszügen um 50 Prozent erhöht

An gut 50 Prozent mehr Schulstandorten als im Vorjahr baut Bayern im aktuellen Schuljahr gebundene Ganztagszüge auf, d.h. in diesem Schuljahr bestehen an 626 Schulen gebundene Ganztagszüge oder sind im Aufbau. Die Anzahl der Plätze der offenen Ganztagsangebote wurde zum aktuellen Schuljahr von 41.000 auf 56.000 massiv ausgeweitet.

Verlängerte Mittagsbetreuung völlig übersehen

Bei seinen Ausführungen zu den Ganztagsangeboten an Grundschulen hatte die SPD zwar die 150 Grundschulen genannt, die gebundene Ganztagszüge haben, aber völlig die offene Ganztagesschule und die verlängerte Mittagsbetreuung an den Grundschulen übersehen. In über 2.800 Gruppen werden Schüler allein an Grundschulen nachmittags bis mindestens 15.30 Uhr betreut, erinnerte Minister Spaenle. "Wir müssen hier zwar intensiv weiter arbeiten, dürfen aber die Ganztagsschulen nicht zur Heiligen Kuh erklären, da viele Eltern eine verpflichtende Ganztagsschule ablehnen."

Trotz in den vergangenen Jahren gestiegener Schülerzahlen an Realschulen und Gymnasien ist auch hier eine Reduzierung der durchschnittlichen Klassenstärke erreicht worden, z.B. an Realschulen auf 27,4 Schüler (Vorjahr 28) und an Gymnasien von 27,2 Schülern (Vorjahr 27,9). Diesen Prozess will Minister Spaenle fortsetzen.

Hohe Zahl von Lehrereinstellungen

Bayern gleicht seit Jahren die Zahl der ausscheidenden Lehrkräfte konsequent durch Neueinstellungen aus. In den vergangenen Jahren war sogar eine deutliche Ausweitung von Lehrerplanstellen im Freistaat realisiert worden. Allein in diesem Jahr hat der Freistaat über 2.900 Lehrkräfte neu eingestellt.

Quote der Pflichtwiederholer in Bayern unter 2 Prozent

Auch die von der SPD genannte Quote der Pflichtwiederholer - nämlich 3,6 Prozent - trifft nicht zu. "Die Quote der Pflichtwiederholer lag im Schuljahr 2008/2009 deutlich unter zwei Prozent", so Minister Spaenle: "Wir haben diese Anzahl in den vergangenen Jahren nahezu halbiert und wollen die Quote weiter senken."


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