Mehr Männer an Schulen und Kitas – Reine Appelle reichen nicht

Kinder brauchen Frauen und Männer als Bezugspersonen in Kindertageseinrichtungen und Schulen. Darin stimmt die Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) uneingeschränkt mit Bildungsministerin Ute Erdsiek-Rave überein. Skeptisch zeigt sich die GEW aber über die Erfolgsaussichten der ministeriellen Kampagne für mehr Männer in Bildungsberufen, weil konkrete Maßnahmen fehlen.

21.05.2008 Schleswig-Holstein Pressemeldung GEW Schleswig-Holstein

"Reine Appelle an Männer, die schönen Berufe des Erziehers und des Lehrers zu ergreifen, werden nicht ausreichen, um den Männeranteil in diesen Berufen zu erhöhen. Wer vor allem für Kindertagesstätten und Grundschulen mehr Männer gewinnen will, muss Bezahlung und Aufstiegschancen verbessern", sagte GEW-Landesgeschäftsführer Bernd Schauer am Mittwoch, 21. Mai 2008 in Kiel.

Für "ziemlich unglücklich" hält der GEW-Landesgeschäftsführer den Titel der Initiative. "Irgendwie klingt "Erzieher und Lehrer - Helden des Alltags" nach abgelutschter Werbesprache. Wenn man dann noch bedenkt, dass die Landesregierung in den vergangenen Jahres alles Mögliche unternommen hat, um die Arbeitsbelastungen in Schulen und Kindertagesstätten zu erhöhen, kommen einem Zweifel, ob dieser Slogan wirklich ernst gemeint ist", meinte Bernd Schauer.

Ansprechpartner

GEW Schleswig-Holstein

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