Berufsorientierung

Mehr Mathe für Mädchen

NRW-Schulministerin Sylvia Löhrmann hat dazu aufgerufen, das Interesse von Mädchen für die Mathematik stärker zu fördern. "Sowohl die Mädchen als auch die Familien und die Gesellschaft müssen mit viel mehr Zuversicht an die Sache herangehen", sagte Löhrmann am Donnerstag bei der Preisverleihung für die 15 Sieger des Bundeswettbewerbs Mathematik in Köln. Unter den ausgezeichneten Gewinnern waren 14 Schüler und eine Schülerin.

23.04.2015 Pressemeldung Stifterverband für die Deutsche Wissenschaft e.V.

"Eine aktuelle Studie zeigt, dass Mädchen was die mathematischen Kompetenzen angeht, nicht schlechter sind als Jungs. Sie schätzen sich aber als schlechter ein", sagte Löhrmann. Um Abhilfe zu schaffen, müsse sich die Haltung in der Gesellschaft, aber auch in der Familie und bei den Jugendlichen ändern. "Hier können auch Vorbilder helfen, erfolgreichen Frauen in Führungspositionen etwa. Da gibt es so viel Potenzial, was noch gehoben werden kann", betonte die Ministerin.

Der Bundeswettbewerb Mathematik ist ein Angebot von Bildung & Begabung, dem Talentförderzentrum des Bundes und der Länder. Er möchte Interesse und Freude an der Mathematik wecken und wach halten. Der Wettbewerb wird gefördert vom Bundesministerium für Bildung und Forschung und vom Stifterverband für die Deutsche Wissenschaft. Partner sind die Generali Deutschland Holding AG, die die jährliche Preisverleihung ausrichtet, und der Arbeitgeberverband Gesamtmetall.

Über 1.200 Jugendliche aus ganz Deutschland hatten sich 2014 an dem Wettbewerb beteiligt. 15 von ihnen dürfen sich jetzt Bundessieger nennen: Fabian Burghart (Königsbronn, Baden-Württemberg), Branko Juran (Berlin), Meike Neuwohner (Jülich, Nordrhein-Westfalen), Matthias Paulsen (Miesbach, Bayern), Stefan Rabenstein (Erlangen, Bayern), Felix Schremmer (Jena, Thüringen) und Nicholas Schwab (Lohr am Main, Bayern) sicherten sich erstmals die Deutsche Mathe-Meisterschaft. Acht Schüler konnten ihren Titel aus dem Vorjahr erfolgreich verteidigen: Max Aehle (Affalterbach, Baden-Württemberg), Linus Behn (Bonn, Nordrhein-Westfalen), Adrian Riekert (Pinneberg, Schleswig-Holstein) und Jan Steinebrunner (Todtnau, Baden-Württemberg) holten jeweils ihren zweiten Bundessieg. Leo Gitin (Leipzig, Sachsen), Tobias Kreutz (Essen, Nordrhein-Westfalen), Jörn Stöhler (Augsburg, Bayern) und Ferdinand Wagner (Leipzig, Sachsen) waren bereits zum dritten Mal erfolgreich.

Die erstmaligen Sieger werden in die Förderung der Studienstiftung des deutschen Volkes aufgenommen und erhalten eine einjährige, kostenfreie Mitgliedschaft in der Deutschen Mathematiker-Vereinigung. Zusätzlich bekommen sie in den Sommerferien die Gelegenheit, am Max-Planck-Institut für Mathematik in Bonn mit internationalen Spitzenmathematikern zu forschen. Die mehrmaligen Bundessieger bekommen Geldpreise des Bundesministeriums für Bildung und Forschung. "Die Bundessieger haben bewiesen, dass sie eigenständig und kreativ komplexe mathematische Probleme lösen können", sagte Hanns-Heinrich Langmann, Leiter des Bundeswettbewerbs Mathematik. "Von der Zusammenarbeit mit den renommierten Wissenschaftlern am Max-Planck-Institut profitieren sie gleich doppelt: Sie erweitern ihre Kompetenzen und knüpfen Kontakte mit echten Koryphäen ihres Faches."

Weitere Informationen zum Bundeswettbewerb Mathematik finden Sie unter: www.mathe-wettbewerbe.de/bwm

Über Bildung & Begabung

Bildung & Begabung setzt die Standards für die außerschulische Talentförderung in Deutschland und erreicht mit Wettbewerben und Akademien jedes Jahr rund eine Viertelmillion junge Menschen. Das Talentförderzentrum des Bundes und der Länder unterstützt Jugendliche aller Schulformen, vernetzt Experten auf Fachtagungen und hält im Internet Informationen für Lehrer, Eltern und Schüler bereit. Bildung & Begabung ist eine Tochter des Stifterverbands für die Deutsche Wissenschaft. Förderer sind das Bundesministerium für Bildung und Forschung und die Kultusministerkonferenz. Schirmherr ist der Bundespräsident.

www.bildung-und-begabung.de


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